{"id":3200,"date":"2019-06-04T14:56:41","date_gmt":"2019-06-04T12:56:41","guid":{"rendered":"http:\/\/sorabicon.dev.webstitut.de\/?page_id=3200"},"modified":"2020-06-17T11:06:18","modified_gmt":"2020-06-17T09:06:18","slug":"transkription-und-erschliessung-der-texte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www1.sorabicon.de\/en\/sorbische-kirche-luebben\/transkription-und-erschliessung-der-texte\/","title":{"rendered":"Transkriptionsrichtlinien"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Transkription und Erschlie\u00dfung der Texte wurden mit vereinzelten Abweichungen die \u201eEmpfehlungen zur Edition fr\u00fchneuzeitlicher Texte\u201c der Arbeitsgemeinschaft historischer Forschungseinrichtungen (AHF) in der Bundesrepublik Deutschland e.V., Arbeitskreis \u201eEditionsprobleme der Fr\u00fchen Neuzeit\u201c in ihrer Fassung von 2016<sup class=\"modern-footnotes-footnote \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"0000000000003cf50000000000000000_3200\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000003cf50000000000000000_3200-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-0000000000003cf50000000000000000_3200-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\"><a href=\"https:\/\/www1.sorabicon.de\/wp-admin\/post.php?post=3202&amp;action=edit&amp;lang=de\">AHF Empfehlungen<\/a>.<\/span> sowie die \u201eRichtlinien f\u00fcr die Edition von Quellen zur neueren deutschen Geschichte\u201c<sup class=\"modern-footnotes-footnote \" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"0000000000003cf50000000000000000_3200\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000003cf50000000000000000_3200-2\">2<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-0000000000003cf50000000000000000_3200-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\"><a href=\"https:\/\/www1.sorabicon.de\/wp-admin\/post.php?post=3202&amp;action=edit&amp;lang=de\">Heinemeyer, Richtlinien<\/a><\/span>, herausgegeben von Walter Heinemeyer, zugrunde gelegt. <\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber\ndie Empfehlungen der AHF und Heinemeyers hinaus fassen die Regesten die Inhalte\nder jeweiligen Texte knapp zusammen und bieten dem Leser eine erste inhaltliche\nOrientierung. Bei den im kurialen Stil abgefassten Schreiben an oder vom\nKonsistorium der Niederlausitz wird auch die bearbeitende Beh\u00f6rde, d.h. das\nKonsistorium, als Empf\u00e4nger ber\u00fccksichtigt. Entgegen den \u201eRichtlinien\u201c werden r\u00f6mische\nZahlzeichen in den Datierungen beibehalten. Kleinschreibung wird auch f\u00fcr das\n18. Jahrhundert als Norm angesehen, um ein einheitliches Erscheinungsbild der Edition\nzu gew\u00e4hrleisten. Gro\u00dfschreibung wird auf die bei Heinemeyer aufgef\u00fchrten F\u00e4lle\nbeschr\u00e4nkt. Abk\u00fcrzungen werden, um einem m\u00f6glichst breiten Publikum das\nVerst\u00e4ndnis zu erleichtern, au\u00dfer bei W\u00e4hrungen und Ma\u00dfeinheiten aufgel\u00f6st, im\nFalle von einfachen Endungen und Buchstabendoppelungen stillschweigend,\nansonsten explizit. Den Editionstexten werden Reproduktionen der Textgrundlagen\nbeigef\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00e4u\u00dfere Unterscheidung von textkritischen und sachlichen Anmerkungen ist durch die digitale Pr\u00e4sentationsform modifiziert. So m\u00fcssen textuelle Ph\u00e4nomene nicht mehr verbal beschrieben und in Anmerkungsapparate \u00fcberf\u00fchrt werden, sondern k\u00f6nnen im kritischen Text veranschaulicht werden. Der Lesetext vermittelt dem Nutzer einen Flie\u00dftext, der dem intendierten Text des Schreibers\/der Schreiber entspricht. Streichungen, Versehen, Erg\u00e4nzungen usw. werden hier zugunsten der Darstellung des intendierten Sinnkontinuums nicht dargestellt. Anmerkungen k\u00f6nnen ohne kennzeichnende Zeichen wie Ziffern oder Buchstaben an den entsprechenden Stellen platziert werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Fundstellen von Orten, Personen und relevanten sachlichen Ph\u00e4nomenen wurden annotiert und aus den Annotationen die Verweisstellen der Registereintr\u00e4ge kreiert. Personen wurden dabei nur dann annotiert, wenn eine sichere individuelle Identifizierung m\u00f6glich war, also nicht unbedingt bei ausschlie\u00dflicher Nennung einzelner Namensbestandteile. Ortsangaben aus Intitulationen wurden nicht annotiert bzw. ins Ortsregister aufgenommen. Bewohner eines Ortes, beispielsweise <em>Neust\u00e4dter<\/em>, wurden wie der entsprechende Ort verzeichnet. Semantisch eng miteinander verbundene Begriffe wie <em>Beichte<\/em>, <em>Beichtkinder<\/em>, <em>Beichtpfennig <\/em>sind im Sachregister unter dem allgemeineren Begriff, in diesem Fall <em>Beichte<\/em>, zusammengefasst. Lebensdaten und Funktionsbeschreibungen von Personen wurden aus den Quellen selbst oder mithilfe der Gemeinsamen Normdatei (GND) und g\u00e4ngiger Handb\u00fccher und Sekund\u00e4rliteratur ermittelt.<sup class=\"modern-footnotes-footnote \" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"0000000000003cf50000000000000000_3200\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000003cf50000000000000000_3200-3\">3<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-0000000000003cf50000000000000000_3200-3\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\"><a href=\"https:\/\/www1.sorabicon.de\/wp-admin\/post.php?post=3202&amp;action=edit&amp;lang=de\">Fischer, Pfarrerbuch Bd. 2,1; Fischer, Pfarrerbuch Bd. 2,2; B\u0159ezina, Landvogt; Europ\u00e4ische Stammtafeln NF Bd. 19; Houwald, Niederlausitzer Ritterg\u00fcter.<\/a> <\/span> Durch die Verlinkung der annotierten Begriffe mit den in den Registern enthaltenen Informationen \u00fcbernehmen die Registereintr\u00e4ge auch die Funktion von Sachkommentaren. <\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber Regesten und Register hinaus werden die Editionstexte durch kurze <a href=\"https:\/\/www1.sorabicon.de\/sorbische-kirche-luebben\/\">Einf\u00fchrungen<\/a> zu einzelnen thematischen Komplexen der Edition erschlossen. Diese thematischen Einf\u00fchrungen basieren gr\u00f6\u00dftenteils auf vier Publikationen der Herausgeberin, welche die edierten Quellen kontextualisieren und in umfassendere Argumentationszusammenh\u00e4nge einbinden.<\/p>\n\n\n\n<p>In den die Edition erschlie\u00dfenden Texten wird anstelle des Begriffs <em>wendisch\/Wenden <\/em>durchgehend der Begriff <em>sorbisch\/Sorben<\/em> verwendet. Somit wird der deutschen Version der Eigenbezeichnung <em>serbski\/Serbja<\/em>, zu finden auch in den sorbischen Texten der Edition (<a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www1.sorabicon.de\/sorbische-kirche-luebben\/edition\/?ThemenID=prov_dwt_gkx_fdb\" target=\"_blank\">Nr. 37<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www1.sorabicon.de\/sorbische-kirche-luebben\/edition\/?ThemenID=prov_zlk_h4x_fdb\" target=\"_blank\">Nr. 38<\/a>), Vorrang vor dem fr\u00fchneuzeitlichen deutschen Ethnonym einger\u00e4umt. Das deutsche Ethnonym <em>wendisch\/Wenden <\/em>wurde im Mittelalter und in der Fr\u00fchen Neuzeit undifferenziert f\u00fcr verschiedene Volksgruppen, beispielsweise auch das Slowenische, verwendet. Gleichzeitig wurde es in den Lausitzen, z. B. mit dem Kompositum <em>stockwendisch\/Stockwende<\/em>, negativ konnotiert und ist stark mit der st\u00e4ndischen Kategorie <em>Bauer <\/em>verschr\u00e4nkt. Der Begriff entspricht somit in seiner Undifferenziertheit und Konnotation dem im Baltikum nicht mehr gebr\u00e4uchlichen Begriff <em>undeutsch\/Undeutsche<\/em>. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Transkription und Erschlie\u00dfung der Texte wurden mit vereinzelten Abweichungen die \u201eEmpfehlungen zur Edition fr\u00fchneuzeitlicher Texte\u201c der Arbeitsgemeinschaft historischer Forschungseinrichtungen (AHF) in der Bundesrepublik Deutschland e.V., Arbeitskreis \u201eEditionsprobleme der Fr\u00fchen Neuzeit\u201c in ihrer Fassung von 2016 sowie die \u201eRichtlinien f\u00fcr die Edition von Quellen zur neueren deutschen Geschichte\u201c, herausgegeben von Walter Heinemeyer, zugrunde gelegt. \u00dcber &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":3154,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-3200","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www1.sorabicon.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3200","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www1.sorabicon.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www1.sorabicon.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www1.sorabicon.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www1.sorabicon.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3200"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www1.sorabicon.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3200\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6897,"href":"https:\/\/www1.sorabicon.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3200\/revisions\/6897"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www1.sorabicon.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3154"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www1.sorabicon.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3200"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}