{"id":360,"date":"2019-04-15T15:37:17","date_gmt":"2019-04-15T13:37:17","guid":{"rendered":"http:\/\/sorabicon.dev.webstitut.de\/?page_id=360"},"modified":"2020-06-11T13:57:45","modified_gmt":"2020-06-11T11:57:45","slug":"lebenslaeufe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www1.sorabicon.de\/en\/herrnhuter-lebenslaeufe\/lebenslaeufe\/","title":{"rendered":"Herrnhuter Lebensl\u00e4ufe"},"content":{"rendered":"\n<p>Vor fast 100 Jahren regte der Nestor der sorbischen Kulturgeschichtsforschung, Ota Wi\u0107az, an, die Lebensl\u00e4ufe von sorbischen Mitgliedern der Br\u00fcdergemeine zu ver\u00f6ffentlichen. Bei diesen Lebensl\u00e4ufen handelt es sich um eine spezifische Textgattung der Herrnhuter Br\u00fcdergemeine. In ihnen berichtet der Schreiber in erster Linie \u00fcber den Weg zur und mit der Gemeine. Obwohl die Texte also eine religi\u00f6se Berufungsgeschichte darstellen, geben sie gleichzeitig in detaillierten Beschreibungen, Erinnerungen und Beobachtungen einen Einblick in das gelebte Leben. Damit stellen sie einen gro\u00dfen Schatz f\u00fcr die sorbische und Lausitzer Kulturgeschichtsforschung dar. Dies hatte Ota Wi\u0107az erkannt und selbst erste Studien zum Wirken der Br\u00fcdergemeine unter den Sorben verfasst. Der Forderung Wi\u0107az\u00b4 entsprechend werden an dieser Stelle ausgew\u00e4hlte Lebensl\u00e4ufe erstmals \u00f6ffentlich pr\u00e4sentiert. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zur Tradition der Lebensl\u00e4ufe in der\nHerrnhuter Br\u00fcdergemeine<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die\nherrnhutischen Lebensl\u00e4ufe entwickelten sich aus einer langen christlichen\nTradition heraus, religi\u00f6se Erfahrungen schreibend zu verarbeiten und f\u00fcr\nandere festzuhalten bzw. ein beispielhaftes christliches Leben darzustellen. Im\nPietismus erlebte diese Praxis einen neuen H\u00f6hepunkt. In den erweckten Kreisen\nzirkulierten gedruckte Lebensl\u00e4ufe, Sammelbiografien oder auch einzelne\nLebensbeschreibungen, in deren Zentrum jeweils das religi\u00f6se Erleben des\nEinzelnen stand. <\/p>\n\n\n\n<p>An diese\nTradition ankn\u00fcpfend, entwickelte sich innerhalb der Br\u00fcdergemeine die\nspezifische Tradition des Lebenslaufschreibens. Sp\u00e4testens ab Mitte des 18.\nJahrhunderts war jedes Mitglied der Gemeine dazu angehalten, einen Lebenslauf zu\nverfassen und darin den eigenen (religi\u00f6sen) Lebensweg nachzuvollziehen, der\ndann w\u00e4hrend der Begr\u00e4bnisfeier verlesen werden sollte. Insofern handelt es\nsich bei den Lebensl\u00e4ufen um \u00f6ffentliche, f\u00fcr einen liturgischen Ritus\nverfasste Texte. Jedes Gemeinmitglied hatte bereits w\u00e4hrend des\nSchreibprozesses die Gemeinschaft im Blick. Nach der Beerdigung wurden die\nLebensl\u00e4ufe im Archiv der Ortsgemeine gesammelt. H\u00e4ufig wurden zudem Abschriften\nder Texte erstellt und nach Herrnhut \u00fcbersandt, wo sie im zentralen Archiv der\nBr\u00fcdergemeine aufbewahrt werden. Eine gro\u00dfe Anzahl der Lebensl\u00e4ufe wurde in den\nhandschriftlichen Gemeinnachrichten und sp\u00e4ter in den gedruckten Nachrichten\naus der Br\u00fcdergemeine ver\u00f6ffentlicht. Heute befindet sich im Unit\u00e4tsarchiv\nHerrnhut mit etwa 30&nbsp;000 Lebensl\u00e4ufen die umfangreichste\nLebenslaufsammlung. Deshalb wurde im Rahmen dieses Projekts gr\u00f6\u00dftenteils mit der\nSammlung des Unit\u00e4tsarchivs in Herrnhut gearbeitet, erg\u00e4nzend dazu jedoch auch\nder Bestand des Ortsarchivs der Br\u00fcdergemeine Kleinwelka gesichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Lebensl\u00e4ufen handelt es sich um keine Biografien im heutigen Sinne. Bevor ein Mitglied der Gemeine seinen eigenen Lebenslauf niederschrieb, hatte es zu Beerdigungen und in Lesungen bereits zahlreiche Lebensl\u00e4ufe geh\u00f6rt und h\u00e4ufig einige gelesen. In diesem Sinne stellen die Lebensl\u00e4ufe keine eigenst\u00e4ndigen Reflexionen dar, sondern die Verfasserinnen und Verfasser folgten einem anerkannten, oftmals ver- und gelesenem Muster, an dem sie sich orientierten, das sie mitformten und weitertradierten. <\/p>\n\n\n\n<p>Aus Sicht der\nGemeine sind die Lebensberichte vor allem als Orientierungstexte und Verk\u00fcndigung\ndes g\u00f6ttlichen Wirkens im eigenen Leben zu verstehen. Betrachtet man sie jedoch\naus soziologischer Perspektive, so sind die Lebensl\u00e4ufe als \u201eMedium der\nVergemeinschaftung\u201c zu charakterisieren. Der Einzelne schreibt sich in die\nGemeinschaft der Br\u00fcdergemeine ein und formt diese mit. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www1.sorabicon.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/R_22_144_268-S_01-Gro\u00df-616x1024.jpg\" alt=\"Erste Seite des Lebenslaufes von Martin B\u00f6hmer, der in 1796 in Nazareth\/Pennsylvanien verstarb. \u00dcber seine Eltern berichtet er, sie \u201ewaren von der Wendischen Nation, u lutherischer Religion.\u201c (Unit\u00e4tsarchiv Herrnhut).\" class=\"wp-image-504\" width=\"462\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www1.sorabicon.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/R_22_144_268-S_01-Gro\u00df-616x1024.jpg 616w, https:\/\/www1.sorabicon.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/R_22_144_268-S_01-Gro\u00df-181x300.jpg 181w, https:\/\/www1.sorabicon.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/R_22_144_268-S_01-Gro\u00df-768x1276.jpg 768w, https:\/\/www1.sorabicon.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/R_22_144_268-S_01-Gro\u00df.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 462px) 100vw, 462px\" \/><figcaption>Erste Seite des Lebenslaufes von Martin B\u00f6hmer, der in 1796 in Nazareth\/Pennsylvanien verstarb. \u00dcber seine Eltern berichtet er, sie \u201ewaren von der Wendischen Nation, u lutherischer Religion.\u201c (Unit\u00e4tsarchiv Herrnhut).<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Lebensl\u00e4ufe als historische Quelle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In den wenigsten F\u00e4llen liegen bei den Lebensl\u00e4ufen tats\u00e4chlich Originale im Sinne von Autografen vor, das hei\u00dft in der Regel finden sich in den Archiven nur bereits redigierte und bearbeitete Abschriften. Dabei handelt es sich gr\u00f6\u00dftenteils um Umformulierungen, K\u00fcrzungen, stilistische und orthografische Korrekturen, um eine bessere Lesbarkeit zu erreichen. H\u00e4ufig gibt es zudem verschiedene, voneinander variierende Versionen der Texte. An einzelnen Lebensl\u00e4ufen lassen sich jedoch auch umfangreichere Streichungen und Bearbeitungen nachweisen. Als Beispiele daf\u00fcr sind in diese Sammlung jeweils zwei Versionen der Lebensl\u00e4ufe von Georg Mross und Georg Threne aufgenommen. In beiden F\u00e4llen ist davon auszugehen, dass es sich bei der fragmentarischen Lebensschilderung tats\u00e4chlich um autobiografische Notizen handelt. M\u00f6glicherweise trifft dies auch auf den hier ver\u00f6ffentlichten Lebenslauf des Matth\u00e4us Lange zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schreiberinnen und Schreiber der Lebensl\u00e4ufe nahmen in ihren Berichten h\u00e4ufig direkt oder indirekt Bezug auf Liedverse, Bibelstellen und Gebete. Damit stellten sie ihr Leben in einen raum- und zeit\u00fcbergreifenden Zusammenhang und er\u00f6ffnen dem Leser bzw. H\u00f6rer, der mit diesen Texten vertraut ist, einen weiten Deutungsrahmen. <\/p>\n\n\n\n<p>Thematisch dominiert\nin den Lebensl\u00e4ufen des 18. Jahrhunderts meist das Erweckungserlebnis und der\nWeg zur Br\u00fcdergemeine. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts verschieben sich die\nPriorit\u00e4ten und die eigene Familien- und Berufsgeschichte r\u00fcckt in den\nVordergrund. Die Br\u00fcdergemeine bildet h\u00e4ufig nur noch den entsprechenden\nHandlungsraum.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inhalt und\nAufbau der Lebensl\u00e4ufe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Je nach Erz\u00e4hltalent, Beobachtungsgabe, Reflexionsverm\u00f6gen, Mitteilungsbed\u00fcrfnis und pers\u00f6nlichem Erleben und Ergehen kann der Umfang der Lebensl\u00e4ufe sehr variieren. So gibt es Texte, die nur wenige Zeilen umfassen, aber auch umfangreiche Schilderungen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein typischer Lebenslauf folgt einem zweiteiligen Aufbau: dem eigenh\u00e4ndigen oder diktierten Text des Verfassers schlie\u00dft sich ein Bericht vom Ende der eigenen Aufzeichnungen, \u00fcber die letzten Krankheitstage und das Sterben des Gemeineglieds an. Dieser Teil wurde meist von Verwandten oder nahestehenden Personen aus der Gemeine verfasst. Hatte der Verstorbene keinen Lebenslauf niedergeschrieben, so \u00fcbernahmen dies in der Regel Familienmitglieder oder auch Mitarbeiter der Gemeine im Nachgang, mitunter im R\u00fcckgriff auf pers\u00f6nliche Aufzeichnungen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wichtige Daten\nbzw. Wegmarken, die in den Lebensl\u00e4ufen angegeben werden, sind das\nErweckungserlebnis, die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Soziet\u00e4t, die Erlaubnis, sich in\neiner Ortsgemeine niederzulassen, die Aufnahme in die Gemeine sowie die\nZulassung zur Abendmahlsfeier in der Gemeine. H\u00e4ufig finden sich auch Angaben\nzu \u00c4mtern und Aufgaben in der Br\u00fcdergemeine, wie etwa im Besuchs- oder\nKrankendienst als Saalaufseher oder Lehrer. Entsprechend diesem zentralen Fokus\nfinden sich nicht zwangsl\u00e4ufig alle (im heutigen Verst\u00e4ndnis) biografisch\nwichtigen Stationen oder Ereignisse, wie etwa beruflicher Werdegang, Heirat,\nKindsgeburten, Sterbef\u00e4lle naher Angeh\u00f6riger, wirtschaftliche Notzeiten etc., in\nden Lebensl\u00e4ufen wieder. Auff\u00e4llig ist zudem, dass Konflikte nur selten ausdr\u00fccklich\nthematisiert werden. H\u00e4ufig sind sie f\u00fcr heutige Leser schwer entzifferbar, m\u00f6gen\nsich aber den zeitgen\u00f6ssischen Zuh\u00f6rern eher erschlossen haben. Nicht selten wurden\nAuseinandersetzungen und Notlagen vom Schreibenden mit R\u00fccksicht auf (noch\nlebende) Gemeinmitglieder nicht thematisiert, zum Teil wurden sie jedoch auch\nim Zuge des redaktionellen Prozesses in der Darstellung abgeschw\u00e4cht oder ganz\ngestrichen. <\/p>\n\n\n\n<p>In der historischen\nAuseinandersetzung mit Lebensl\u00e4ufen muss man sich deshalb des rituellen\nCharakters der Texte immer bewusst sein. Als Exempelgeschichten sollten sie den\nH\u00f6rern Orientierung geben und in der aktuellen Situation Trost spenden. Lebensl\u00e4ufe\nsind also von den Themen und Sprachbildern der Gemeine \u00fcberformt. Doch trotz\naller Uniformit\u00e4t und Abh\u00e4ngigkeit erm\u00f6glichen sie einen Zugriff auf\nindividuelles Wissen und Erleben, dessen Bedingungen und Umst\u00e4nde. Sie geben\nEinblick in die Fr\u00f6mmigkeitspraxis und lassen zahlreiche Lebensthemen wie\nErziehung, Ausbildung, Umgang mit Krankheit und Tod, Spannungen zwischen\nIndividuum und Gemeinschaft anklingen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lebensl\u00e4ufe aus sorbischer Perspektive<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die vorliegende Sammlung beinhaltet in erster Linie Lebensl\u00e4ufe von Mitgliedern der Br\u00fcdergemeine sorbischer Herkunft. Dar\u00fcber hinaus wurden jedoch auch Lebensl\u00e4ufe von Personen, die in der sorbischen Diaspora gewirkt haben und Aussagen \u00fcber diese treffen, aufgenommen. Nicht in allen Lebensl\u00e4ufen wird die sorbische Herkunft bzw. das sorbische Lebensumfeld direkt greifbar. In diesem Falle ist der sorbische Bezug meist \u00fcber den Geburtsort bzw. das geschilderte Lebensumfeld zu erschlie\u00dfen. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die\nOberlausitz orientiert sich die Definition des sorbischen Sprachraums f\u00fcr das\n18. Jahrhundert an den Kirchgemeinden, in denen regelm\u00e4\u00dfig sorbischer Gottesdienst\nstattfand. Gerade im d\u00f6rflichen Bereich ist hier h\u00e4ufig von einem geschlossenen,\ngr\u00f6\u00dftenteils einsprachig sorbischen Sprachgebiet auszugehen. Der Anschluss an\ndie Br\u00fcdergemeine bedeutete in diesem Falle f\u00fcr den Einzelnen h\u00e4ufig auch den\n\u00dcbergang zur Zweisprachigkeit. <\/p>\n\n\n\n<p>In der Niederlausitz stellt sich die Lage etwas differenzierter dar. Aufgrund der teilweise sehr rigiden preu\u00dfischen Sorbenpolitik und einer gezielten Anwerbung deutscher Siedler sind gr\u00f6\u00dfere deutsche Sprachinseln im d\u00f6rflichen sorbischen Sprachraum anzunehmen. Gleichwohl ist f\u00fcr die Kreise Cottbus und Spremberg sowie den Spreewald im 18. Jahrhundert von einer sorbischen Bev\u00f6lkerungsmehrheit in den D\u00f6rfern auszugehen. \u00dcberwiegend Sorbisch wurde wohl auch in den D\u00f6rfern um Calau und Senftenberg gesprochen. <\/p>\n\n\n\n<p>Anders als\nim Falle der b\u00f6hmischen Gemeine in Berlin\/Rixdorf, in der eine Vielzahl von\nLebensl\u00e4ufen in tschechischer Sprache aufbewahrt werden, sind keine sorbischsprachigen\nLebensl\u00e4ufe erhalten. Ob \u00fcberhaupt Lebensl\u00e4ufe in sorbischer Sprache verfasst wurden,\nist schwer zu entscheiden. M\u00f6glicherweise waren die sorbischen Mitglieder der\nBr\u00fcdergemeine bereits so weit zweisprachig, dass dies von den Kleinwelkaer\nPredigern nicht als n\u00f6tig erachtet wurde. Andererseits ist bekannt, dass\nLebensl\u00e4ufe von prominenten Mitgliedern der Gemeine ins Sorbische \u00fcbersetzt\nwurden. Hinzuweisen ist zudem auf den gedruckten Lebenslauf <a href=\"https:\/\/sachsen.digital\/werkansicht\/dlf\/172665\/1\/\"><em>Micha\u0142a Kliemanta z Truppina\n\u017ciwenje<\/em><\/a>, der sich\nan den br\u00fcderischen Lebensl\u00e4ufen orientiert und m\u00f6glicherweise auf eine\nsorbische Lebenslauftradition verweist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">F\u00fcr die sorbische und damit auch Lausitzer Kulturgeschichtsforschung stellen die br\u00fcderischen Lebensl\u00e4ufe einen einmaligen Quellenkorpus dar, handelt es sich doch um Selbstzeugnisse von Sorben aus (\u00fcberwiegend) d\u00f6rflichem Milieu aller Schichten. Diese Autobiografien lassen uns teilhaben an Alltag und Lebenswelten vergangener Zeiten und geben Einblick in Selbstwahrnehmung und Selbstverortung ihrer Protagonisten. Trotz aller Stereotypizit\u00e4t wird in den Lebensl\u00e4ufen mit ihren Aussagen zu Zweisprachigkeit, Lesef\u00e4higkeit, Mobilit\u00e4t, Wahrnehmungen und Erfahrungen die sorbische Alltagswelt der anbrechenden Moderne greifbar. In ihrer Vielfalt bilden die Lebensl\u00e4ufe der sorbischen Geschwister das Ged\u00e4chtnis der sorbischen Diaspora und in den Anfangsjahrzehnten auch das Ged\u00e4chtnis des Gemeinortes Kleinwelka. Nicht zuletzt stellen die Lebensl\u00e4ufe ein einmaliges Zeugnis br\u00fcderischer und in diesem Sinne auch Lausitzer bzw. sorbischer Bestattungskultur dar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Weiter zu: <a href=\"https:\/\/www1.sorabicon.de\/herrnhuter-lebenslaeufe\/die-bruedergemeine-und-die-sorben\/\">Die Br\u00fcdergemeine und die Sorben<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor fast 100 Jahren regte der Nestor der sorbischen Kulturgeschichtsforschung, Ota Wi\u0107az, an, die Lebensl\u00e4ufe von sorbischen Mitgliedern der Br\u00fcdergemeine zu ver\u00f6ffentlichen. Bei diesen Lebensl\u00e4ufen handelt es sich um eine spezifische Textgattung der Herrnhuter Br\u00fcdergemeine. In ihnen berichtet der Schreiber in erster Linie \u00fcber den Weg zur und mit der Gemeine. 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