{"id":5588,"date":"2019-11-25T23:26:15","date_gmt":"2019-11-25T22:26:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www2.sorabicon.de\/?page_id=5588"},"modified":"2020-07-08T08:15:38","modified_gmt":"2020-07-08T06:15:38","slug":"bundesarchiv","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www1.sorabicon.de\/en\/quellen-zur-sorbischen-geschichte-1918-1945\/bundesarchiv\/","title":{"rendered":"Bundesarchiv"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verzeichnungseinheiten<\/h2>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www1.sorabicon.de\/wissensquellen\/suche-ergebnisse\/?facet_archiv=QnVuZGVzYXJjaGl2&amp;facet_module=dagswens\">Hier<\/a> k\u00f6nnen Sie sich die Verzeichnungseinheiten, die von diesem Archiv erfasst wurden, auflisten lassen.  <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Historischer Kontext<\/h2>\n\n\n\n<p>Die in Folge der Neuordnung Europas nach dem Ersten Weltkrieg im Deutschen Reich virulente <em>sorbische Frage<\/em> lie\u00df das sorbische Volk in einem zuvor nicht gekannten Ma\u00df zum Objekt hoheitlichen Handelns werden. Beh\u00f6rden des Reiches berichteten \u00fcber die Lage im sorbischen Siedlungsgebiet, die Reichsregierung und ihre nachgeordneten Stellen erlie\u00dfen Ma\u00dfnahmen und Politiker und Diplomaten verfassten Memoranden zur Wendenpolitik des Reiches. Parallel dazu institutionalisierten sich v\u00f6llig neue nicht staatliche Akteure (sorbische Parteien, Interessenverb\u00e4nde der Minderheiten und andere zivilgesellschaftliche Organisationen), mit denen der Staat umgehen musste.&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>Die Sorben selber kommen in diesen staatlichen Unterlagen kaum zu Wort, sondern waren Objekt des Staates, der sich \u2013 beginnend mit dem Zusammenbruch des preu\u00dfisch-deutschen Reiches \u2013 zunehmend repressiv gegen\u00fcber dem sorbischen Volk (wie \u00fcberhaupt gegen\u00fcber nationalen Minderheiten) gerierte. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese Situation eskalierte w\u00e4hrend der NS-Herrschaft und\nbewirkte noch vor Kriegsausbruch praktisch einen vollst\u00e4ndigen Zusammenbruch\ndes \u00f6ffentlichen sorbischen Kulturlebens. Wenngleich genozidale Absichten der\nNS-Politik gegen\u00fcber dem sorbischen Volk nicht bekannt sind, so sollten doch\nseine Sprache und Kultur zerst\u00f6rt und vergessen werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Ende des Krieges und die Befreiung von der NS-Herrschaft brachten f\u00fcr sorbische Menschen die gleiche Not und Bedr\u00fcckung wie f\u00fcr ihre deutschen Nachbarn. Aber bereits unmittelbar nach Kriegsende erlaubte die sowjetische Besatzungsmacht die Wiedergr\u00fcndung sorbischer Organisationen und setzte auch sorbische Pers\u00f6nlichkeiten in \u00f6ffentliche \u00c4mter ein.  Die DDR verfolgte dann als erster deutscher Staat \u00fcberhaupt eine Politik der Anerkennung und F\u00f6rderung sorbischer Belange (1949 bekamen diese sogar Verfassungsrang). Wenngleich deren Effekte heute kontrovers beurteilt werden, ist doch unstrittig, dass der SED-Staat immerhin die vors\u00e4tzliche und gezielte Repression der Sorben und ihrer Sprache und Kultur beendete. Allerdings waren sorbische Organisationen oftmals weniger Interessenvertreter des sorbischen Volkes als vielmehr Satellitenorganisationen der SED, deren Aufgabe die Eingliederung der Sorbinnen und Sorben in die DDR-Gesellschaft war. Die \u00fcberlieferten Unterlagen spiegeln dieses ambivalente Bild der DDR-Sorbenpolitik sehr deutlich \u2013 ebenso wie die Repression einzelner sorbischer Pers\u00f6nlichkeiten durch DDR-Beh\u00f6rden <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcberlieferungsgeschichte<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Bundesarchiv (BArch) bewahrt das Archivgut des Bundes, das u.a. bei zentralen Stellen des Deutschen Reiches (1867\/71\u20131945), der Besatzungszonen (1945\u20131949), der Deutschen Demokratischen Republik (1949\u20131990) und der Bundesrepublik Deutschland (seit 1949) entstanden ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus nimmt das Bundesarchiv die Aufgaben des zentralen deutschen Filmarchivs wahr und sammelt auch nicht staatliche \u00dcberlieferung, wie bspw. Personennachl\u00e4sse, Unterlagen von Parteien, Verb\u00e4nden und Vereinen mit \u00fcberregionaler Bedeutung sowie publizistische Quellen. <\/p>\n\n\n\n<p>Teil des Bundesarchivs ist auch die Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv (SAPMO), die das Archivgut der zentralen Leitungsebenen der Parteien, Gewerkschaften und Massenorganisationen der DDR verwahrt (allerdings ohne die Unterlagen der CDU und der LDPD).<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bundesarchiv hat nach der staatlichen Einheit 1990 die \u00dcberlieferung des zentralen Staatsapparates der DDR (Ministerien und nachgeordnete Einrichtungen) und seiner Vorl\u00e4uferbeh\u00f6rden in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) \u00fcbernommen. Dazu geh\u00f6ren auch die Unterlagen des Parlaments (Volkskammer) sowie der Staatsorgane (u.\u00a0a. Ministerrat, Pr\u00e4sident, Staatsrat).  Ausnahmen bilden das Archivgut des Ausw\u00e4rtigen Amtes des Deutschen Reiches bzw. der Bundesrepublik Deutschland sowie des Ministeriums f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten der DDR. Diese werden heute verwahrt im Politischen Archiv des Ausw\u00e4rtigen Amts (<a href=\"https:\/\/www1.sorabicon.de\/quellen-zur-sorbischen-geschichte-1918-1945\/politisches-archiv-des-auswaertigen-amtes-berlin\/\">siehe den entsprechenden Artikel dazu<\/a>). Die Unterlagen der DDR-Geheimpolizei (d.h. des Ministeriums f\u00fcr Staatssicherheit) werden vorerst noch durch den Bundesbeauftragten f\u00fcr die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) verwahrt. Und ein weiterer Sonderfall ist die <em>Abteilung Sorbenfragen<\/em>, die in der DDR zwar eine zentrale, dem Innenministerium unterstellte Verwaltung f\u00fcr alle sorbischen Angelegenheiten war, deren \u00dcberlieferung jedoch heute vom S\u00e4chsischen Staatsarchiv verwahrt wird (<a href=\"https:\/\/www1.sorabicon.de\/quellen-zur-sorbischen-geschichte-1918-1945\/hauptstaatsarchiv-dresden\/\">siehe den entsprechenden Artikel dazu<\/a>). <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sorabistische Relevanz<\/h2>\n\n\n\n<p>Die im Bundesarchiv \u00fcberlieferten sorabistisch einschl\u00e4gigen Unterlagen zerfallen hinsichtlich ihrer epochalen Zuordnung in zwei Teile; Unterlagen aus der Zeit vor dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches 1945 und Unterlagen aus der Provenienz des ostdeutschen Teilstaates. <\/p>\n\n\n\n<p>Aus beiden Epochen liegen sorabistisch einschl\u00e4gige und bedeutende Unterlagen vor. F\u00fcr die \u00c4ra bis zum Zusammenbruch des Deutschen Reiches 1945 sind dieses insbesondere (allerdings nur in geringem Umfang) Unterlagen aus der Provenienz der politischen F\u00fchrung des Deutschen Reiches (\u201eBestand <em>R 43<\/em> Reichskanzlei\u201c) sowie aus dem Bereich der Justiz (\u201eBest\u00e4nde R 3001 Reichsjustizministerium&#8221;, \u201eR 3003 Oberreichsanwalt beim Reichsgericht&#8221;, \u201eR 3017 Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof&#8221;), die eindr\u00fccklich \u00fcber staatliche Repressionsma\u00dfnahmen w\u00e4hrend der Weimarer Republik sowie insbesondere w\u00e4hrend der NS-Zeit Auskunft geben. <\/p>\n\n\n\n<p>Umfangreiche und vielf\u00e4ltige sorabistisch einschl\u00e4gige Unterlagen sind \u00fcberliefert im Bestand \u201eR 153 Publikationsstelle Berlin-Dahlem\u201c. Diese Einrichtung war ab 1932 Teil des Preu\u00dfischen Geheimen Staatsarchivs und hatte die unverf\u00e4ngliche Aufgabe, in- und ausl\u00e4ndisches Schrifttum zur Landes- und Volksforschung zu beobachten. Tats\u00e4chlich hatte die Publikationsstelle eine zentrale Funktion bei den deutsch-polnischen Auseinandersetzungen um territoriale Anspr\u00fcche sowie ganz allgemein zur Argumentation bei dezidiert revisionistischen deutschen Forderungen. In diesem Zusammenhang bem\u00fchte sich die Publikationsstelle auch, Einfluss auf die sorabistische Forschung zu nehmen und unterst\u00fctzte die NS-Assimilationspolitik. <\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des Krieges erhielten Politik und Wehrmacht u.a. durch Volkstumsforschungen und die Mitarbeit in den Grenzziehungskommissionen Unterst\u00fctzung durch die Publikationsstelle. Im Gegenzug f\u00fchrten deren Wissenschaftler einen kulturellen Beutezug in Ost-, aber auch in Westeuropa. Bedeutende geraubte sorbische\/sorabistische Bibliotheken und Sammlungen gelangten \u00fcber die Publikationsstelle in den Besitz der Bautzener Wendenabteilung. 1943 wurde die Publikationsstelle dem Reichssicherheitshauptamt angegliedert und kriegsbedingt kurzzeitig nach Bautzen verlegt, bis sie im Fr\u00fchjahr 1945 in Coburg den US-Truppen in die H\u00e4nde fiel. Die B\u00fccherbest\u00e4nde wurden durch die US-Armee konfisziert, ein Teil davon gelangte Anfang der 1960er Jahre in die Bibliothek des Marburger Herder-Instituts. Die erhalten gebliebenen Aktenbest\u00e4nde gelangten 1979 an das Bundesarchiv und bilden dort den o.g. Bestand \u201eR 153 Publikationstelle Berlin-Dahlem\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch unter dem nicht staatlichen Archivgut finden sich im Bundesarchiv sorabistisch einschl\u00e4gige Unterlagen. Von Interesse sind v.a. Unterlagen der zivilgesellschaftlichen Organisationen (NGO) oder deren verantwortlichen Protagonisten der Zwischenkriegszeit, die besonders im Umfeld des V\u00f6lkerbundes minderheitenpolitisch engagiert waren und in denen auch sorbische Pers\u00f6nlichkeiten\/Organisationen agiert haben. Dieses waren insbesondere:<\/p>\n\n\n\n<p>Weltverband der Ligen f\u00fcr V\u00f6lkerbund (in der Literatur oftmals bezeichnet als Weltverband der V\u00f6lkerbundgesellschaften) in Br\u00fcssel sowie die Deutsche Liga f\u00fcr V\u00f6lkerbund. Dieses waren NGO, die sich ab 1918 f\u00fcr die V\u00f6lkerbund-Idee und die Zusammenarbeit mit ausl\u00e4ndischen Partnerorganisationen engagierten. Die Deutsche Liga trat dem Weltverband im Jahr 1921 bei und wurde vom Reichsau\u00dfenministerium finanziert; nach der NS-Gleichschaltung 1933 firmierte sie als Deutsche Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerbundsfragen. Die \u00dcberlieferung beider Verb\u00e4nde gilt als verloren. <\/p>\n\n\n\n<p>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Vorsitzender der Deutschen Liga bis 1939 war Otto Junghann (zugleich ab 1925 Vizepr\u00e4sident des o.g. Weltverbands der Ligen f\u00fcr V\u00f6lkerbund). Im Bundesarchiv wird der Nachlass Junghanns verwahrt (\u201eBestand N 1038\u201c). Ob es sich dabei um dienstliche oder eher private Unterlagen handelt, ist nicht eindeutig erkennbar, es dominieren Akten die Organisation und T\u00e4tigkeit der Liga betreffend sowie auch des V\u00f6lkerbundes, insbesondere hinsichtlich der Minderheitenfrage. Die Unterlagen sind f\u00fcr die Kontextualisierung der sorbischen Frage im 20. Jahrhundert sowie f\u00fcr Forschungen zur Minderheitenpolitik der Zwischenkriegszeit von hervorragendem Interesse, auch wenn nur wenige Unterlagen die Sorbenfrage per se betreffen wie etwa eine Akte zum Ausscheiden des \u201eVerbandes der nationalen Minderheiten Deutschlands\u201c aus dem Europ\u00e4ischen Nationalit\u00e4tenkongress (\u201eNachlass von Otto Junghann N 1038, Nr. 7, Internationale Minderheitenarbeit im Jahre 1939, Bl. 142-155\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p>Die europaweit wohl bekannteste NGO der Zwischenkriegszeit war der von 1925 bis 1938 existierende Europ\u00e4ische Nationalit\u00e4tenkongress (ENP, engl.: Congress of European Nationalities; frz.: Congr\u00e8s europ\u00e9en de la nationalit\u00e9), der sich f\u00fcr den Schutz und die v\u00f6lkerrechtliche Anerkennung von (ethnischen) Minderheiten engagierte. Er hatte seinen Sitz in Berlin bzw. ab 1927 in Wien und besa\u00df Beobachterstatus beim V\u00f6lkerbund in Genf. Auch seine \u00dcberlieferung gilt als verloren (siehe dazu auch den Artikel zum <a href=\"https:\/\/www1.sorabicon.de\/wp-admin\/post.php?post=5603&amp;action=edit&amp;lang=de\">Arhiv Republike Slovenije in Ljubljana<\/a>). <\/p>\n\n\n\n<p>Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen Nationalit\u00e4tenkongresses war der aus Triest stammende Rechtsanwalt Josip Wilfan\/Vilfan, Generalsekret\u00e4r der Deutschbalte Ewald Ammende. Aus der Provenienz des ENP-Generalsekret\u00e4rs Ewald Ammende verwahrt das Bundesarchiv einen Nachlasssplitter aus der Entstehungszeit von 1920 bis 1925 (\u201eBestand N 2005\u201c). Umfangreichere Unterlagen Ammendes soll das Russische Staatliche Milit\u00e4rarchiv in Moskau verwahren, die momentan der historischen Forschung aber nicht zur Verf\u00fcgung stehen. Der Nachla\u00df des Josip Wilfan \/ Vilfan wird heute im Arhiv Republike Slovenije (Slowenisches Nationalarchiv Ljubljana) verwahrt und kann zumindest bedingt als Ersatz\u00fcberlieferung f\u00fcr die ENP-Registratur angesehen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Verband der nationalen Minderheiten (nicht zu verwechseln mit: Verband der deutschen Minderheiten in Europa [1929-1944 Verband der deutschen Volksgruppen in Europa] als Dachverband der deutschen Minderheiten au\u00dferhalb des Deutschen Reiches und \u00d6sterreichs) war innerhalb des Deutschen Reiches insbesondere wegen seiner Verbandszeitschrift \u201eKulturwille\u201c (ab 1926 \u201eKulturwehr\u201c) des sorbischen Chefredakteurs Jan Skala in Deutschland eine der bekanntesten Interessenvertretungen der nationalen Minderheiten. Der Verband bestand von 1924 bis 1939 und vertrat die nicht deutschen Minderheiten im Deutschen Reich. Ihm geh\u00f6rten Vertreter der d\u00e4nischen, polnischen, friesischen, litauischen sowie auch der sorbischen Minderheit an. Letztere waren vertreten durch die Lausitzer Volkspartei\/\u0141u\u017eiska ludowa strona (ab 1924 Wendische Volkspartei\/Serbska ludowa strona). Die \u00dcberlieferung des Verbandes gilt als verloren. <\/p>\n\n\n\n<p>Zu einigen der zeitgen\u00f6ssisch prominentesten sorbischen Protagonisten des Verbandes wie \u00fcberhaupt zu Vertretern oder F\u00fcrsprechern des sorbischen Volkes verwahrt das Bundesarchiv einzelne personenbezogene Unterlagen, u.a. zu Jan Skala, Jan Ziesche sowie zur Familie Bogumi\u0142 \u0160wjela. Im Rahmen von Verfolgungsma\u00dfnahmen rechtswidrig entzogene Unterlagen aus dem vormaligen Besitz dieser Personen finden sich dar\u00fcber hinaus in anderen Best\u00e4nden, bspw. eine Druckschrift mit einem ex libris \u201eJan Skala\u2013Berlin-Charlottenburg 5\u2013Lietzensee-Ufer 2\u201c im Bestand \u201eR 3017 Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof R\/3017 Nr. 6245\u201c. Solche Unterlagen illustrieren eindr\u00fccklich die nationalsozialistische Sorbenverfolgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der DDR sind einschl\u00e4gige Unterlagen aus der Provenienz des&nbsp; Ministeriums f\u00fcr Volksbildung (\u201eBestand DR 2\u201c) sowie des Innenministeriums (\u201eBestand DO 1 Abteilung Sorbenfragen\/Koordinierungsstelle Sorbenfragen\u201c) \u00fcberliefert. Der Funktionsnachfolger der letztgenannten Stelle war die <em>Abteilung Sorbenfragen<\/em> des DDR-Innenministeriums, die ab den 1960er Jahren nicht am Sitz des Ministeriums des Innern in Berlin (Ost), sondern im sorbischen Siedlungsgebiet in Bautzen ihren Dienstsitz hatte und deren \u00dcberlieferung daher heute vom S\u00e4chsischen Staatsarchiv verwahrt wird (Bestand \u201e12947 Ministerium des Innern der DDR, Abteilung Sorbenfragen\u201c). <\/p>\n\n\n\n<p>Akteure, Interessen und Effekte der DDR-Sorbenpolitik sind noch immer ein Desiderat. Entsprechende Forschungen werden nicht umhinkommen, diese Best\u00e4nde auszuwerten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verzeichnungseinheiten Hier k\u00f6nnen Sie sich die Verzeichnungseinheiten, die von diesem Archiv erfasst wurden, auflisten lassen. 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