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				<title>Beschreibung des Niederlausitzer Sorbentums – Das Sorbentum um Drebkau – Die Gemeinde
					Leuthen</title>
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					<title>Arnošt Muka – Statistik der Lausitzer Sorben 1886</title>
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				<respStmt>
					<persName>Robert Lorenz</persName>
					<resp>Übersetzer und Herausgeber</resp>
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			<publicationStmt>
				<authority>Sorbisches Institut, Bautzen</authority>
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				<bibl>Statistika łužiskich Serbow / Ernst Muka. Budyšin 1884–86</bibl>
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				<head>XII. Die Gemeinde <placeName key="ed_yqd_czj_w2b">Leuthen</placeName>.</head>
				<p>Die Gemeinde Leuthen hat die Dörfer: <placeName key="ed_yqd_czj_w2b">Lutol</placeName>
					(Leuthen) mit 502 Einwohnern (1880), <placeName key="ed_m3f_jzj_w2b">Wintorp</placeName> (Wintdorf das ist Wendendorf), <placeName key="ed_chn_qzj_w2b">Košnojce</placeName> (Koschendorf), <placeName key="ed_xqb_vzj_w2b">Žiwice</placeName> (Siewitsch das ist Dźiwina,
						<persName key="ed_m1h_xvs_52b">Smoleŕ</persName> fälschlich Źiwice) und die
					Filiale <placeName key="ed_g4f_yzj_w2b">Lubość</placeName> (Laubst) mit
						<placeName key="ed_v3d_c1k_w2b">Gólašow</placeName> (deutsch Gollschow).</p>
				<p>Der letzte sorbische <rs type="term" key="ed_pl4_zvz_52b">Pfarrer</rs> war Broniš, der 1875
					als Oberpfarrer nach <placeName key="ed_txd_334_v2b">Kottbus</placeName> zog.
					Dennoch gibt es in <placeName key="ed_yqd_czj_w2b">Leuthen</placeName> noch
					heute dreimal im Jahr eine sorbische <rs type="term" key="ed_l5t_bcp_v2b">Beichte</rs>, die meist der <placeName key="ed_wvw_c5j_w2b">Steinitzer</placeName>
					<rs type="term" key="ed_pl4_zvz_52b">Pfarrer</rs>, Herr Zimmermann aus
						<placeName key="ed_jpp_gy1_v2b">Drebkau</placeName>, durchführt; zugleich
					liest Herr <rs type="term" key="ed_lwf_bx1_v2b">Lehrer</rs> Kopf jeden zweiten
					Sonntag nachmittags die sorbische <rs type="term" key="ed_kbv_vyh_v2b">Predigt</rs>, bei der aus dem sorbischen Gesangbuch gesungen wird. – In
						<placeName key="ed_g4f_yzj_w2b">Laubst</placeName> ist aber der sorbische
						<rs type="term" key="ed_qhp_wkh_v2b">Gottesdienst</rs> wohl gänzlich
					erloschen. </p>
				<p>Auch in der Leuthener Gemeinde ist vor allem die <rs type="term" key="ed_jff_vv1_v2b">Schule</rs>
					<rs type="term" key="ed_vxb_rvz_52b">verdeutscht</rs> worden, und dabei hatte
					der bekannte und als Pädagoge (!) berüchtigte <rs type="term" key="ed_lwf_bx1_v2b">Lehrer</rs> Jeremias Kopf (von Geburt Sorbe) eine
					traurige Berühmtheit erlangt; er war hier 63 Jahre lang <rs type="term" key="ed_lwf_bx1_v2b">Lehrer</rs> und starb 1855 im Alter von 80 Jahren. Kopf
					hatte eine bekannte Lehrerpraeparande in seinem Haus und versorgte den gesamten
					Calauer Kreis mit von ihm ausgebildeten Lehrern; erst nach seinem Tode wurde das
						<rs type="term" key="ed_ukc_dbk_w2b">Lehrerseminar</rs> in <placeName key="ed_nfd_md4_v2b">Altdöbern</placeName> gegründet. Er war in Anschauungen
					und Taten ein Mann wie der bekannte Seminardirektor Skrodzki, der seinen
					Lehramtskandidaten beibrachte und an seiner <rs type="term" key="ed_jff_vv1_v2b">Schule</rs> zeigte, auf welche Weise man die ihm anbefohlenen sorbischen
						<rs type="term" key="ed_f32_zy1_v2b">Kinder</rs> und damit die sorbischen
					Gemeinden am schnellsten <rs type="term" key="ed_vxb_rvz_52b">verdeutscht</rs>.</p>
				<p>In allen Dörfern der Gemeinde <placeName key="ed_yqd_czj_w2b">Leuthen</placeName>, die über
					1000 Seelen zählt, beherrschen und sprechen noch zwei Drittel Sorbisch, im
					Dörfchen <placeName key="ed_v3d_c1k_w2b">Gollschow</placeName> jedoch nur ein
					Drittel. </p>
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