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			<titleStmt>
				<title>Statistik der Oberlausitzer Sorben des Königreichs Preußen – Beschreibung der
					preußisch-oberlausitzischen Sorben – Gemeinde Hoyerswerda</title>
			</titleStmt>
			<editionStmt>
				<edition>
					<title>Arnošt Muka – Statistik der Lausitzer Sorben 1886</title>
				</edition>
				<respStmt>
					<persName>Robert Lorenz</persName>
					<resp>Übersetzer und Herausgeber</resp>
				</respStmt>
			</editionStmt>
			<publicationStmt>
				<authority>Sorbisches Institut, Bautzen</authority>
			</publicationStmt>
			<sourceDesc>
				<bibl>Statistika łužiskich Serbow / Ernst Muka. Budyšin 1884–86</bibl>
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        </fileDesc>
    </teiHeader>
    <text>
		<body>
			<pb n=""/>
			<head>Kreis <placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerda</placeName>.</head>
			<head>I. (1.2.)<note place="mBottom" hand="#author">Die Zahlen in den Klammern verweisen auf die
					Reihenfolge, in welcher in Teil I. die Gemeinden verzeichnet sind. </note>
				Gemeinde <placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerda</placeName>.</head>
			<p>Zur Gemeinde Hoyerswerda gehören: a) die Stadt <placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Wojerecy</placeName> (Hoyerswerda), b) die Vorstädte: 1. Hamtske Khěže
				(Amts-Anbau), 2. Podhród (Burglehn), 3. Haj (Haag), und c) 13 Dörfer: 1. <placeName key="ed_lwl_sky_tfb">Spale</placeName> (Spohla), 2. <placeName key="ed_mvr_3ly_tfb">Wulki und Mały Ćisk</placeName> mit zwěrinjenc (Gross- und
				Klein-Zeissig mit Thiergarten), 3. <placeName key="ed_j1y_nly_tfb">Roholń</placeName> (Riegel), 4. <placeName key="ed_n1d_1my_tfb">Bórk</placeName> (Burg), 5. <placeName key="ed_dk5_fmy_tfb">Kinajcht</placeName> (Kühnicht), 6. <placeName key="ed_tc4_lmy_tfb">Židźino</placeName> (Seidewinkel), 7. <placeName key="ed_iny_pmy_tfb">Hory</placeName> (Bergen), 8. <placeName key="ed_d5y_tmy_tfb">Nowa
					Łuka</placeName> mit bažantowa zahroda (Neuwiese mit Fasanengarten), 9.
					<placeName key="ed_qp5_xmy_tfb">Narć</placeName> mit Winica (Nardt mit
				Weinberg), 10. <placeName key="ed_ykl_cny_tfb">Brětnja</placeName> (Bröthen), 11.
					<placeName key="ed_vnm_2ny_tfb">Michałki</placeName> (Michalken), 12. <placeName key="ed_i3g_4ny_tfb">Wulka und Mała Nydej</placeName> mit Winica (Gross- und
				Klein-Neida mit Weinberg), 13. <placeName key="ed_fdr_pny_tfb">Lubuš mit Nowy
					Lubuš</placeName> (Laubusch mit Neu-Laubusch). </p>
			<pb n=""/>
			<p>
				<placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerda</placeName> ist ein sorbisch-deutsches
					<rs type="term" key="ed_v4v_5lh_v2b">Städtchen</rs> mit 2685 Einwohnern in 324
				Häusern, von ihnen sind 740 <rs type="term" key="ed_tmp_xbn_sfb">gebürtige</rs>
				Sorben und 1945 gebürtige <rs type="term" key="ed_hzf_rv1_v2b">Deutsche</rs>; nach
				dem ausführlichen Bericht des Bürgermeisters können von den Sorben 682 Sorbisch, 58
				jedoch nicht, welches entweder <rs type="term" key="ed_vxb_rvz_52b">verdeutschte</rs> oder kleine Kinder sind, 636 Sorben sprechen zu Hause zumeist
				nur Sorbisch; gänzlich sorbisch sind 61 Wirtschaften, ganz deutsch 86, <rs type="term" key="ed_cpd_srh_v2b">gemischt</rs> 177, 27 mit mehr als der Hälfte
				Sorben. – Die Hoyerswerdaer Sorben sind meist <rs type="term" key="ed_mwk_vy1_v2b">Ackerbauern</rs> und Gastwirte, die Deutschen jedoch Beamte, <rs type="term" key="ed_gn1_rzh_v2b">Handwerker</rs> usw. In einigen sorbischen <rs type="term" key="ed_rfk_rz1_v2b">Arbeiterfamilien</rs> sprechen die <rs type="term" key="ed_oj3_twj_w2b">Eltern</rs>, obwohl sie kaum etwas Deutsch beherrschen,
				wohl der deutschen <rs type="term" key="ed_jff_vv1_v2b">Schule</rs> wegen beharrlich
				mit den Kindern deutsch und so erlernen die Kinder weder richtiges Sorbisch noch
				richtiges Deutsch. </p>
			<p> Die Vorstädte bilden eigene Gemeinden: im Burglehn steht es mit dem <rs type="term" key="ed_xhw_5rh_v2b">Sorbentum</rs> wie in der Stadt selbst, Haag und Amts-Anbau
				sind hingegen beinahe ganz sorbisch. </p>
			<p> Alle Dörfer der Gemeinde <placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerda</placeName> sind <rs type="term" key="ed_obb_yrh_v2b">rein sorbisch</rs> und es herrscht in ihnen ein
				allgemein guter sorbischer Geist; die Einwohner sind sich dort ihres <rs type="term" key="ed_j4n_cz3_hfb">Volkstums</rs> bewusst und achten es hoch, haben eine gute
				sorbische <rs type="term" key="ed_uh3_nxh_v2b">Sitte</rs>, pflegen Gastlichkeit und
				Freundlichkeit. Die Dörfer bestehen meist aus großen, schönen massiven Gebäuden und
				sind wohlhabend, was neben den guten Feldern daher rührt, dass dort keine <rs type="term" key="ed_yyb_s4h_v2b">Rittergüter</rs> sind. Die wenigen <rs type="term" key="ed_hzf_rv1_v2b">Deutschen</rs>, die in einigen Dörfern sind,
				können genauso gut und reden oft Sorbisch, z. B. in <placeName key="ed_dk5_fmy_tfb">Kühnicht</placeName> und in <placeName key="ed_iny_pmy_tfb">Bergen</placeName>
				die königlichen Förster und in <placeName key="ed_d5y_tmy_tfb">Neuwiese</placeName>
				die einzige deutsche Bettlerin, die dort im Gemeindehaus von der Gnade der Gemeinde
				lebt; in der einzigen <rs type="term" key="ed_cpd_srh_v2b">gemischten</rs> Familie
				der Gemeinde in <placeName key="ed_ykl_cny_tfb">Bröthen</placeName> sprechen sie
				beides, Deutsch und Sorbisch. Viele Sorben, vor allem die Älteren und die Kinder,
				verstehen kein Deutsch. Die <placeName key="ed_iny_pmy_tfb">Bergener</placeName>
				Schulzin sagte: „Hier ist noch alles sorbisch und muss auch sorbisch bleiben!“ Dort
				muss der <rs type="term" key="ed_lwf_bx1_v2b">Lehrer</rs> mit den Leuten
				nolens-volens Sorbisch sprechen. – Die jungen sorbischen <rs type="term" key="ed_qcv_qnh_v2b">Mädchen</rs> der Hoyerswerdaer Gegend sind schön und
				stattlich wie Tannen, mit lächelndem, blühendem Antlitz und gehen in schmucken
				rotfarbenen Röckchen. </p>
			<p>
				<orgName key="ed_lvf_413_v2b">Kirche</orgName>: Die <placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerdaer</placeName> Kirche besaßen bis zum Jahre 1835 nur die Sorben, die
				Deutschen aus der <rs type="term" key="ed_v4v_5lh_v2b">Stadt</rs> hatten unter ihrem
				Turm auf der Westseite einen Kirchenanbau mit Vorbauten nach Süden und Norden. Diese
				deutsche Kapelle wurde 1835 wegen Baufälligkeit von der Obrigkeit geschlossen und
				später abgetragen. Die sorbische Gemeinde nahm die deutsche</p>
			<pb n=""/>
			<p>gastlich auf und seit dieser Zeit halten beide ihren <rs type="term" key="ed_qhp_wkh_v2b">Gottesdienst</rs> in der sorbischen, der sorbischen Gemeinde gehörenden Kirche.
				Daneben steht auf dem Hoyerswerdaer Friedhof noch ein kleines Begräbniskirchlein.
					<rs type="term" key="ed_kbv_vyh_v2b">Gepredigt</rs> wird den Sorben sorbisch und
				den Deutschen deutsch, die Sorben gehen zur sorbischen <rs type="term" key="ed_l5t_bcp_v2b">Beichte</rs>. Die <rs type="term" key="ed_ojz_jlh_v2b">Messe</rs> ist stets zuerst um 8 Uhr deutsch und um 10 Uhr sorbisch. Geistliche
				sind dort sonst immer 3 gewesen, der Primarius, der Erzdiakon und der Diakon, der
				zugleich <rs type="term" key="ed_pl4_zvz_52b">Pfarrer</rs> in <placeName key="ed_hkj_hyk_n2b">Bluno</placeName> ist; alle drei mussten Sorben oder der
				sorbischen <rs type="term" key="ed_agp_nxh_v2b">Sprache</rs> mächtig sein. Seit
				Michaelis 1884 versorgt jedoch nur ein einziger Geistlicher die ganze große und
				umfangreiche Gemeinde, und zwar der Erzdiakon Dobrucky; der Primarius ist verstorben
				und der Diakon des Alters wegen aus dem Dienst getreten. Zudem ist Erzdiakon
				Dobrucky bereits seit längerer Zeit Vicarius perpetuus der verwaisten <placeName key="ed_wh1_hx1_v2b">Schwarzkollmer</placeName> Gemeinde. </p>
			<p> Die <placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerdaer</placeName> Geistlichen, die ich ermitteln
				konnte, waren seit 1767: a) <hi rend="italic">pastores primarii</hi>: 1. Kónc
				(Contius) † 1707; 2. Jan Bjedrich Bjenada (Benade) 1798-1829; 3. Pomhajbóh August
				Bohl (Bohul?) 1830-42, † 21. Febr. 1843; 4. Kŕesćan Kubica aus <placeName key="ed_lwl_sky_tfb">Spohla</placeName> 1843, Superintendent 1846-1865; 5.
				Superintendent, Ritter Wylem Karas aus <placeName key="ed_zzq_2bm_z2b">Groß-Luja</placeName> 1866-1883 († 25. Nov.); 6. Superintendent und primarius
				designatus Kuring.</p>
			<p> b) <hi rend="italic">Erzdiakone</hi>: 1. Jan Gottlieb Bormann † 1784; 2. Jan Bjedrich Bjenada
				1784-98; 3. Samuel Kónc (Contius) 1799; 4. Pomhajbóh August Bohl 1799-1807; 5. Matej
				Nowak 1807-1848 († 13. Decem.); 6. Ernst Friedrich Alexander Pjech aus <placeName key="ed_lzw_jcv_sfb">Klitten</placeName> 1848-; 7. Kordina; 8. Kröhn; 9. Wieder
				aus <placeName key="ed_iny_pmy_tfb">Bergen</placeName>; 10. Jan Dobrucky aus Mošovec
				in Ungarn seit 1883.</p>
			<p> Zur <rs type="term" key="ed_x43_nry_tfb">Parochie</rs> des Primariats gehören: alle
				Geistlichen und Lehrer mit ihren Familien aus der gesamten Gemeinde, die königlichen
				Beamten mit ihren Familien, wenn sie nicht Hausbesitzer sind, weiter die Vorstädte
				Amts-Anbau, Burglehn und Haag; zur Parochie des Erzdiakonats: die <rs type="term" key="ed_v4v_5lh_v2b">Stadt</rs>
				<placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerda</placeName> und das Dorf <placeName key="ed_j1y_nly_tfb">Riegel</placeName>; und zur Parochie des Diakonats: alle
				Dorfgemeinden (12) außer Riegel.</p>
			<p> Der <rs type="term" key="ed_fnt_3dt_w2b">Konfirmandenunterricht</rs> ist in den beiden
				Gemeinden des Primarius und Erzdiakons nur deutsch, in der Gemeinde des Diakons
				hingegen sorbisch. </p>
			<p> c) <hi rend="italic">Diakone</hi>: 1. M. Pětr Šołta; 2. J. B. Bjenada – 1785; 3. M. Matej
				Bjedrich Šołta 1785-1834; 4. Křesćan Kubica – 1843; 5. Karl Friedrich Kopf aus
					<placeName key="ed_g2m_px1_v2b">Kalkwitz</placeName> 1844-1884; 6. vakant seit
				1. Okt. 1884.</p>
			<p>
				<rs type="term" key="ed_jff_vv1_v2b">Schulen</rs>: a) In der Hoyerswerdaer
				(städtischen) Schule, in die auch die Vorstädte und das Dorf <placeName key="ed_i3g_4ny_tfb">Neida</placeName> eingeschult sind, lehrt man jetzt nur auf
				Deutsch, obwohl in sie neben 600 deutschen und sorbisch-deutschen Kindern auch an
				die 120 <rs type="term" key="ed_obb_yrh_v2b">rein sorbische</rs> Kinder gehen. Um
				das Jahr 1860 hatten dort die sorbischen Kinder allerdings noch sorbischen <rs type="term" key="ed_prd_5dj_w2b">Unterricht</rs>,</p>
			<pb n=""/>
			<p>der wohl erst ganz nach den bekannten Bockschen Erlassen um das Jahr 1875 endete. Außer dem
				Rektor sind dort 7 <rs type="term" key="ed_lwf_bx1_v2b">Lehrer</rs>, unter ihnen 2
				Sorben: der Kantor und 1. Lehrer Činski (Tschinsky), ein <rs type="term" key="ed_tmp_xbn_sfb">gebürtiger</rs> Niederlausitzer, und der 2. Lehrer Heruška.
				Bis zum Jahre 1834 bestand in <placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerda</placeName> für die sorbischen <rs type="term" key="ed_f32_zy1_v2b">Kinder</rs> eine eigene sorbische <rs type="term" key="ed_jff_vv1_v2b">Schule</rs>, eine sogenannte „Winkelschule“ [im Original deutsch; R.L.], die am
				Ende ein gewisser sorbischer Sänger Matej Rudnik leitete; sie wurde aber aufgehoben.
				Dass jedoch selbst im Städtchen <placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerda</placeName> der <rs type="term" key="ed_kyq_xrh_v2b">rein
					deutsche</rs> Unterricht den sorbischen Kindern schadet, belege ich mit zwei
				Beispielen. Der <placeName key="ed_i3g_4ny_tfb">Neidaer</placeName> Schulze
				berichtete: Was unsere Kinder in der Schule an Deutschem lernen, das vergessen sie
				schon auf dem Weg nach Hause beim sorbischen Spielen wieder – und später können sie
				nichts! – Ein sorbisches Mädchen aus Hoyerswerda hatte nur deutschen <rs type="term" key="ed_prd_5dj_w2b">Schulunterricht</rs> erhalten, war aber nicht so weit
				gebildet, dass sie zum deutschen Konfirmandenunterricht hätte gehen können; bei der
					<rs type="term" key="ed_dsn_fq2_z2b">Konfirmation</rs> erhielt sie von den Paten
				ein sorbisches <rs type="term" key="ed_i2l_tdg_x2b">Gesangbuch</rs>, schickte sich
				nach <placeName key="ed_lwl_sky_tfb">Spohla</placeName> und ging, da es die deutsche
					<rs type="term" key="ed_kbv_vyh_v2b">Predigt</rs> nicht verstand, stets zur
				sorbischen <rs type="term" key="ed_ojz_jlh_v2b">Messe</rs>, wo es aber aus seinem
				sorbischen Gesangbuch nicht mitsingen konnte, weil es – nicht gelernt hatte,
				Sorbisch zu lesen. Dies ist jedoch kein Einzelfall, sondern solche Leute, die
				Deutsch nicht oder nicht genug verstehen und Sorbisch zu lesen nicht gelernt haben,
				da man ihnen den <rs type="term" key="ed_prd_5dj_w2b">Unterricht</rs> in sorbischem
				Lesen verweigerte oder nicht anbot, kann man im sorbischen Land, vor allem in den
					<rs type="term" key="ed_s31_rxs_52b">Grenzgemeinden</rs> zu ganzen Hunderten
				finden. Sie sind beim <rs type="term" key="ed_qhp_wkh_v2b">Gottesdienst</rs> tote
				Mitglieder, wenn sie entweder auf die sorbische <rs type="term" key="ed_ojz_jlh_v2b">Messe</rs> gehen und nicht mitsingen können, oder auf die deutsche gehen, was
				auch oft geschieht, wo sie wohl auch mitsingen, aber weder ihre noch die Worte des
				Geistlichen verstehen. Mit dem gleichen oder größerem Recht, da sie ja Latein zu
				lesen, zu schreiben und sogar zu sprechen lernen, könnte man unseren Gymnasiasten
				den <rs type="term" key="ed_qhp_wkh_v2b">Gottesdienst</rs> in lateinischer Sprache
				anbieten oder den Realschülern in Französisch – und das wäre zudem noch viel
				„nobler“! </p>
			<p> b) Dorfschulen haben: 1. <placeName key="ed_lwl_sky_tfb">Spohla</placeName>, 2. <placeName key="ed_qp5_xmy_tfb">Nardt</placeName>, 3. <placeName key="ed_n1d_1my_tfb">Burg</placeName>, 4. <placeName key="ed_tc4_lmy_tfb">Seidewinkel</placeName>,
				5. <placeName key="ed_iny_pmy_tfb">Bergen</placeName>, 6. <placeName key="ed_ykl_cny_tfb">Bröthen</placeName>, 7. <placeName key="ed_fdr_pny_tfb">Laubusch</placeName>, 8. <placeName key="ed_mvr_3ly_tfb">Zeißig</placeName>. –
				In allen sind derzeit sorbische oder der sorbischen <rs type="term" key="ed_agp_nxh_v2b">Sprache</rs> mächtige <rs type="term" key="ed_lwf_bx1_v2b">Lehrer</rs>. Nur nach <placeName key="ed_mvr_3ly_tfb">Zeißig</placeName> wurde
				ein <rs type="term" key="ed_kyq_xrh_v2b">rein deutscher</rs> Lehrer gesteckt; doch
				die <rs type="term" key="ed_oj3_twj_w2b">Eltern</rs>, der geistigen Schädigung ihrer
				Kinder gewahr, verlangten mutig zu Beginn des Jahres 1884 mit der Erlaubnis des
				Hoyerswerdaer Bürgermeisters, ihres <rs type="term" key="ed_jwt_pyh_v2b">Patrons</rs>, von der Schulobrigkeit einen sorbischen Lehrer</p>
			<pb n=""/>
			<p>und die Unterrichtung ihrer sorbischen Kinder in sorbischer <rs type="term" key="ed_scm_njk_w2b">Religion</rs> und sorbischem Lesen und erhielten am 3.
				August des gleichen Jahres auch tatsächlich wieder einen sorbischen <rs type="term" key="ed_lwf_bx1_v2b">Lehrer</rs>, der mit großer Freude und Festlichkeit begrüßt
				wurde. Weniger Glück hatten die <placeName key="ed_mvr_3ly_tfb">Zeißiger</placeName>
				sorbischen Mütter, welche sich im Jahre 1820 in ihrer Sorge um das geistige Wohl
				ihrer <rs type="term" key="ed_f32_zy1_v2b">Kinder</rs> gegen die neue Schulordnung
				auflehnten. Man schickte ihnen nämlich einen ordentlichen Lehrer von der <rs type="term" key="ed_k2v_wdj_w2b">Regierung</rs>, und dabei war plötzlich mit
				Religion auch der <rs type="term" key="ed_prd_5dj_w2b">Unterricht</rs> in der <rs type="term" key="ed_g5n_jq4_v2b">Muttersprache</rs> beschnitten; in dieser neuen
				Methode aber sahen die empörten Mütter eine Entwurzelung des Christentums und die
				Rückkehr zum Heidentum, und selbst der Sonderschulrat aus <placeName key="ed_d3c_lnz_tfb">Frankfurt</placeName>, der gegen sie zur Hilfe gerufen
				wurde, konnte sie nicht beruhigen. – Damals und auch später noch gab es in der
					<placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerdaer</placeName> Gemeinde zwar mehr <rs type="term" key="ed_jff_vv1_v2b">Schulen</rs> als heute, aber zumeist keinen
				ausgebildeten Lehrer ex professo, was erst ab dem Jahre 1830 begann; die Kinder
				wurden in <rs type="term" key="ed_scm_njk_w2b">Religion</rs>, Lesen, Schreiben und
				Rechnen von begabten Dorfhandwerkern oder Gänse- und Kuhhirten unterrichtet und dies
				meistens nur im Winter, wenn auf den Feldern nicht gearbeitet wurde, lernten aber
				bei ihnen auch meist gut, was sie fürs Leben und ihre Seligkeit brauchten. </p>
			<p> Die Sorben der <placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerdaer</placeName> Gemeinde achten
				genau darauf, dass die <rs type="term" key="ed_lwf_bx1_v2b">Lehrer</rs> zumindest so
				weit, wie das ältere und neuere Ministererlasse und Regierungsgesetze anordnen oder
				erlauben, die sorbische <rs type="term" key="ed_g5n_jq4_v2b">Muttersprache</rs> bei
				der Ausbildung der sorbischen Kinder anwenden, und dies tun wohl auch alle nach
				ihrem Gewissen mehr oder weniger; dafür aber erweisen ihnen die dankbaren <rs type="term" key="ed_oj3_twj_w2b">Eltern</rs> verschiedene Ehren und
				Gefälligkeiten; in einem Dorf bestellen sie dem Lehrer z. B. gern umsonst dessen
				Acker und helfen in der Ernte auf dem Feld. </p>
			<p> Insgesamt steht es mit dem Sorbischunterricht in den sorbischen Dorfschulen des Hoyerswerdaer
				Kreises nach einem kompetenten Bericht vom 13. 2. 85 jetzt aber allgemein so: Im
				gesamten Kreis <placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerda</placeName> sind sieben
					<rs type="term" key="ed_jff_vv1_v2b">Schulen</rs>, an denen man die <rs type="term" key="ed_scm_njk_w2b">Religion</rs> und was mit ihr zusammenhängt,
				den sorbischen Kindern aller Klassenstufen auf Sorbisch erteilt; aus der
				Hoyerswerdaer Gemeinde gehören zu diesen glücklichen Schulen die in <placeName key="ed_lwl_sky_tfb">Spohla</placeName> und in <placeName key="ed_iny_pmy_tfb">Bergen</placeName>. Weiter ist in allen diesen Schulen des Kreises, wo es die
					<rs type="term" key="ed_oj3_twj_w2b">Eltern</rs> selbst direkt verlangten, eine
				Sorbischstunde in der Woche für das Lesen aus der sorbischen <rs type="term" key="ed_yp3_bfg_x2b">Bibel</rs>
			</p>
			<pb n=""/>
			<p>und das Erlernen des sorbischen <rs type="term" key="ed_zy1_x2g_x2b">Katechismus</rs>, der
				sorbischen <rs type="term" key="ed_ijp_jlh_v2b">Kirchenlieder</rs> und Bibelverse
				erlaubt. Und dies zumindest gilt in allen Schulen der <placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerdaer</placeName> Gemeinde. Ansonsten unterrichtet
				der <rs type="term" key="ed_lwf_bx1_v2b">Lehrer</rs> dort, wo der Geistliche treu
				darauf achtet und es verlangt, in <rs type="term" key="ed_scm_njk_w2b">Religion</rs>
				auch mehr auf Sorbisch, als von der Regierung angeordnet. – Außerdem muss man
				natürlich in der niedrigsten Klassenstufe der acht Hoyerswerdaer Dorfschulen – und
				in den städtischen wäre dies auch nötig – beim Unterrichten der kleinen Kinder, da
				es des Verständnisses wegen anders nicht geht, die <rs type="term" key="ed_g5n_jq4_v2b">Muttersprache</rs> oft anwenden. Jedoch wäre das in den
				höheren Klassen genauso nötig; die <rs type="term" key="ed_f32_zy1_v2b">Kinder</rs>
				würden dabei sicher mehr für Verstand und Herz erlernen und der Geistliche hätte
				später mit ihnen im <rs type="term" key="ed_fnt_3dt_w2b">Konfirmandenunterricht</rs>
				nicht solch eine Not, wenn sie in der Schule kaum irgendwie Sorbisch lesen gelernt
				haben. </p>
			<p> Die Dorfschulen der Gemeinde <placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerda</placeName> sind: 1.
				in <placeName key="ed_mvr_3ly_tfb">Groß-Zeißig</placeName>; eingeschult sind
				Klein-Zeißig und <placeName key="ed_qlw_cpz_tfb">Maukendorf</placeName> (Gemeinde
					<placeName key="ed_jxz_hpz_tfb">Groß-Särchen</placeName>); Schulkinder: 78
				sorbische, 2 deutsche; <rs type="term" key="ed_lwf_bx1_v2b">Lehrer</rs>: Handrij
				Matuš aus <placeName key="ed_ezm_4pz_tfb">Lohsa</placeName>, seit dem 3. Aug. 1884.
				– 2. in <placeName key="ed_tc4_lmy_tfb">Seidewinkel</placeName>; eingeschult sind
				Klein-Seidewinkel und <placeName key="ed_dk5_fmy_tfb">Kühnicht</placeName>;
				Schulkinder: 102 <rs type="term" key="ed_obb_yrh_v2b">rein sorbische</rs>: Lehrer:
				Matej Blažij, seit 1880. – 3. in <placeName key="ed_lwl_sky_tfb">Spohla</placeName>;
				Schulkinder: 55 <rs type="term" key="ed_obb_yrh_v2b">rein sorbische</rs>; Lehrer:
				Gustav Adolf Kullmann, seit 1860; in dieser Lehrerfamilie redet man auch Sorbisch. –
				4. in <placeName key="ed_fdr_pny_tfb">Laubusch</placeName>; eingeschult ist
				Neu-Laubusch; Schulkinder: 59 <rs type="term" key="ed_obb_yrh_v2b">rein
					sorbische</rs>; Lehrer: Gottfried Maeller, seit 1862. – 5. in <placeName key="ed_ykl_cny_tfb">Bröthen</placeName>; eingeschult <placeName key="ed_vnm_2ny_tfb">Michalken</placeName>; Schulkinder: 80 sorbische, 7
				deutsche; Lehrer: Jurij Gěrt, seit 1877. – 6. in <placeName key="ed_iny_pmy_tfb">Bergen</placeName>; eingeschult <placeName key="ed_d5y_tmy_tfb">Neu-Wiese</placeName>; Schulkinder: 73 <rs type="term" key="ed_obb_yrh_v2b">rein sorbische</rs>; Lehrer: Jurij Wieder aus <placeName key="ed_cmm_fqz_tfb">Scheibe</placeName>, seit 1844. – 7. in <placeName key="ed_n1d_1my_tfb">Burg</placeName> mit <placeName key="ed_cmm_fqz_tfb">Scheibe</placeName>
				(Gemeinde <placeName key="ed_ezm_4pz_tfb">Lohsa</placeName>) und <placeName key="ed_j1y_nly_tfb">Riegel</placeName>; Schulkinder: 68 sorbische, 7 deutsche;
				Lehrer: Karl Šołta, seit 1868. – 8. in <placeName key="ed_qp5_xmy_tfb">Nardt</placeName>; Schulkinder: 41 <rs type="term" key="ed_obb_yrh_v2b">rein
					sorbische</rs>; Lehrer: Karl Symank aus <placeName key="ed_mw4_pqz_tfb">Ratzen</placeName>, seit 1879. – Die wenigen deutschen Kinder sprechen alle
				genauso gut sorbisch. </p>
			<p> Die Dorfgemeinschaft: In allen Dörfern der Hoyerswerdaer Gemeinde (mit Ausnahme von
					<placeName key="ed_dk5_fmy_tfb">Kühnicht</placeName> und <placeName key="ed_vnm_2ny_tfb">Michalken</placeName>) wird im Winter <rs type="term" key="ed_bjt_xhg_x2b">Spinnstube</rs> gehalten und dort nur auf Sorbisch
				gesungen; in allen (außer <placeName key="ed_dk5_fmy_tfb">Kühnicht</placeName>)
				ziehen die jungen <rs type="term" key="ed_qcv_qnh_v2b">Mädchen</rs> in der <rs type="term" key="ed_lk1_23g_x2b">Fastenzeit</rs> im Dorf umher und singen
				geistliche sorbische Lieder aus dem <rs type="term" key="ed_i2l_tdg_x2b">Gesangbuch</rs> und Volkslegenden, in <placeName key="ed_vnm_2ny_tfb">Michalken</placeName> wegen geringer Sängerinnenanzahl nur in der Karwoche am
				Sonnabend abends und am Sonntagmorgen, in <placeName key="ed_lwl_sky_tfb">Spohla</placeName>, <placeName key="ed_mvr_3ly_tfb">Zeißig</placeName> und
					<placeName key="ed_i3g_4ny_tfb">Neida</placeName> vom 1. Fastensonntag bis zu
				Johanni sonnabends und sonntags und an Festtagen</p>
			<pb n=""/>
			<p>am Abend, in <placeName key="ed_tc4_lmy_tfb">Seidewinkel</placeName> 3 Wochen vor <rs type="term" key="ed_ohv_fq2_z2b">Ostern</rs> bis zu St. Michael an jedem
				Sonntag, in <placeName key="ed_fdr_pny_tfb">Laubusch</placeName> 4 Wochen vor <rs type="term" key="ed_ohv_fq2_z2b">Ostern</rs> bis zu St. Michael, in <placeName key="ed_d5y_tmy_tfb">Neu-Wiese</placeName> vom 4. Sonntag vor <rs type="term" key="ed_ohv_fq2_z2b">Ostern</rs> bis Allerheiligen (1. Nov.), d. h. bis zur
				Kirchmess sonnabends und sonntags am Abend, in <placeName key="ed_iny_pmy_tfb">Bergen</placeName> und <placeName key="ed_ykl_cny_tfb">Bröthen</placeName>
				ebenso bis zu Lutherus (10. Nov.). Die <rs type="term" key="ed_qcv_qnh_v2b">Mädchen</rs> der <placeName key="ed_iny_pmy_tfb">Bergener</placeName>
				<rs type="term" key="ed_bjt_xhg_x2b">Spinnstube</rs> singen aber auch bei
				verschiedenen anderen Festanlässen sorbische geistliche <rs type="term" key="ed_ijp_jlh_v2b">Kirchenlieder</rs> und -liedlein, bei <rs type="term" key="ed_fmy_2mh_v2b">Taufen</rs>, <rs type="term" key="ed_tmk_2zh_v2b">Hochzeiten</rs> und <rs type="term" key="ed_l35_5fk_w2b">Beerdigungen</rs>. –
				Von den <rs type="term" key="ed_ygz_bsz_tfb">Männervereinen</rs> sind zu nennen: 1.
				Der Wendische Bauernverein, der erste dieser <rs type="term" key="ed_ygz_bsz_tfb">Vereine</rs> im sorbischen Land; gegründet Ende des Jahres 1884; 74 Mitglieder;
				in ihm wird nur sorbisch verhandelt; die Statuten sind sorbisch. Vorstand: Kantor
				em. Mrózak, Vorsitzender; Gerichtssekretär Wićaz-Lehmann, stellvertretender
				Vorsitzender; Schriftsetzer Lapsyk-Lapstich, Schriftführer; Kaufmann Jurij Valtyn,
				Kassenwart. – 2. Kreis-Imker-Gesellschaft; in ihr haben die Sorben ein Übergewicht,
				der Vorstand ist jedoch deutsch; doch die sorbische <rs type="term" key="ed_agp_nxh_v2b">Sprache</rs> wird darin geduldet. – 3. Kriegerverein in
					<placeName key="ed_i3g_4ny_tfb">Neida</placeName>; die Mitglieder sind alle
				sorbisch; die Unterhaltung ist sorbisch; das Kommando deutsch. </p>
			<p>
				<rs type="term" key="ed_b5m_fbb_v2b">Tracht</rs>: Die Frauentracht ist noch sorbisch
				und die der Männer zum Großteil ebenso.</p>
			<p>
				<rs type="term" key="ed_uh3_nxh_v2b">Sitten</rs>: Sitten und <rs type="term" key="ed_lz1_r3g_x2b">Bräuche</rs> sind hier <rs type="term" key="ed_c2s_mvz_52b">sorbisch-national</rs>, wie in anderen guten sorbischen Gemeinden des
				Niederlandes. – Einen besonderen <rs type="term" key="ed_lz1_r3g_x2b">Brauch</rs>
				haben sie in <placeName key="ed_lwl_sky_tfb">Spohla</placeName> und <placeName key="ed_mvr_3ly_tfb">Zeißig</placeName>: Dort macht man von St. Jakob bis St.
				Michael jeden Sonnabend in der 4. Stunde Feierabend, und es muss dann jeder <rs type="term" key="ed_rfk_rz1_v2b">Arbeiter</rs> vom Felde zu Hause sein. Dieser
				Nachmittag heißt Heiliger Nachmittag und er wird gefeiert, so sagt man, zur
				Erinnerung an eine schreckliche Pest, die vor beinahe 150 Jahren alles Vieh getötet
				hat. </p>
			<p>
				<rs type="term" key="ed_kl4_vvd_rfb">Familiennamen</rs>: a) sorbische der <rs type="term" key="ed_v4v_5lh_v2b">Stadt</rs>
				<placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerda</placeName> aus dem Jahre 1851 (Auszug
				aus Kullmann: Stadt Hoyerswerda usw.): Bališ, Bela, Bric, Bul, Buban, Bubnik 2,
				Cawk, Cuzyška, Domašk, Drola, Družka, Dubraw 2, Gregorčik, Hadank 2, Hajnica, Hanko,
				Handrik, Handričk, Han(u)š, Ha(r)tnik, Hawelka, Herc, Herenc, Juriš, Jurk 3, Kač,
				Kaminski, Kliman, Kowal, Kobalc (Kowalc), Kowalik, Kranik, Kubaš, Kulka 2, Łukaš 2,
				Lěsnik 3, Libš 2, Loriš, Mališ, Matica 2, Matijašk, Marčka, Matšenc, Michlik, Mužik,
				Němc 4, Nikus, Nowak 3, Nowotnik, Pětřik 2, Pilop, Pisnok, Pjater, Popel 10, Radc,
				Rak, Raš, Rašinka, Rolla, Sedlak, Smoleŕ 2, Stojan, Šiblik, Šimank 3, Šiška, Šnippa
				5, Šorat, Šušwary, Šwawaš, Tar, Tawuš 3, Třidrik 2, Welšik, Wěrik 2, Wićaz, Zala. –
				b) <rs type="term" key="ed_tmp_xbn_sfb">gebürtige</rs> Sorben auf den Dörfern
					<placeName key="ed_lwl_sky_tfb">Spohla</placeName>, <placeName key="ed_j1y_nly_tfb">Riegel</placeName>, <placeName key="ed_iny_pmy_tfb">Bergen</placeName>,</p>
			<pb n=""/>
			<p>
				<placeName key="ed_d5y_tmy_tfb">Neu-Wiese</placeName>, <placeName key="ed_qp5_xmy_tfb">Nardt</placeName>, <placeName key="ed_vnm_2ny_tfb">Michalken</placeName> und <placeName key="ed_i3g_4ny_tfb">Neida</placeName>:
				Auerbach (d. i. Horbak oder Hórbank), Bala, Baltynk, Bartušk(a), Bur-Bawer, Bělik,
				Bjetr-Bether (= Pětr?), Běrnik, Bog, Bohot, Brěča, Budaŕ, Bukowc-Buchholz; Cujško,
				Čech, Čorno; Delank, Doch, Domašk, Domań 2, Donat 3, Drohla (= Drogula) 3, Drüssel,
				Dubraw 2, Dučman 5, Frido 2; Gano 2, Glaškaŕ, Goča, Grašo, Groba; Hanko, Hajńk 2,
				Hanuš 2, Hansk, Haensel 3, Heliaš, Hendruch, Hendrušk, Hendrišk, Heruška, Herenc 3,
				Hładki (Wottky, Wattky) 3, Hołdaŕ 3, Hosmaŕ 2, Hoffmann-Dwórnik, Janak 2, Jank 3,
				Jacsław, Jochim; Karas, Kaspaŕ, Kibuš 3, Korčmaŕ 2, Korch 2, Korjeń 2, Kochwač,
				Kobera, Kołodźij, Kosak, Kokrik, Kowaŕ 7, Kowaŕk 2, Kowal, Kobalc 4, Köhler-Wuhleŕ
				3, Kullmann (= Wuhleŕ), Knot (Knote), Knobloch, Kral 4, Krawc 3, Krawčik, Kroža 2,
				Křižan, Křižank, Krupaŕ (Krupper), Kubica 3, Kulka 2, Kubš, Kummer-Komor, Kurstan,
				Kürstein ( = Křesćan), Khójčka; Ławriš, Ławruš; Libš, Liń, Lejnik 2, Lehmann-Wićaz;
				Mar 2, Mark 2, Marško, Mats 4, Matš 4, Matško, Matica 2, Matijašk 4, Matuška,
				Matijk, Mětaš, Mitaš 2, Mitšk(a), Mětan, Měrš, Mikan, Mišnaŕ, Muntl, Mucha 3,
				Müller-Młynk; Nahły, Natuš, Nazdala 3, Němc 4, Niks, Nowak 6, Nowačk, Nuza 4, Nytš;
				Panaš, Pawlik 6, Petř 2, Pětř-mann, Petřik 4, Petrik 2, Pešk ( = Petřik), Pilop 2,
				Pohl 2; Rak, Rekša (Petřik), Róla 2, Rokus, Rosak, Ros-man, Rychtaŕ 7; Skop (Skab),
				Sław(u)š (Schwawsch) 3, Smoleŕ 10, Sochor 3, Sommer, Sporka, Sroka, Stojan,
				Stoperka, Sulk 2, Symank, Šibak, Šiwak 3, Šimank 2, Šcimjenc, Šein, Šmidt-Kowaŕ,
				Šneider-Krawc, Šnypa, Škowrjeńk, Šołta 7, Šuster-Šewc 2, Šuca ( = Mšyca), Šwips;
				Tejka, Turka, Tyllich 2, Tytman; Unger 2; Valtyn; Wićaz 3, Wieder, Winicaŕ, Wogawa,
				Woseńk, Wrobel, Wušak, Wuško; Zahrodnik 2.</p>
			<p>
				<rs type="term" key="ed_wwc_zsz_tfb">Flurnamen</rs>: 1. in <placeName key="ed_lwl_sky_tfb">Spohla</placeName>: Hajny, Wumjeńki, Zahonc, Łuhi, Dalše,
				Na třoch, Na pjećoch, Trjebuske, Łazy, Brěžki, Zbótki, Kuty, Wuhoń, Jeńšecy (Stelle
				am Weg nach <placeName key="ed_gc1_kkh_v2b">Hoyerswerda</placeName>, wo bis zum <rs type="term" key="ed_wyh_hn4_v2b">Dreißigjährigen Krieg</rs> ein Dorf stand). –
				2. Bei <placeName key="ed_mvr_3ly_tfb">Zeißig</placeName> die <rs type="term" key="ed_xkw_jtz_tfb">Wassermühle</rs> „na Homole“ (d. Hummelmühle). – 3. in
					<placeName key="ed_j1y_nly_tfb">Riegel</placeName>: Dołhe Zahony, Čorny Doł,
				Podhola, Mitaš. – 4. in <placeName key="ed_n1d_1my_tfb">Burg</placeName>: Zakaleńcy,
				Srěniše, Zasrěniše, Kuty, Kutk, Delečne Łuki, Brjohi, Brězniske, Załuhi, Zahuniše,
				Zahrodniše, Kamriš, Bjezłuhi, Worješne Łuhi, Rokećany, Łužki, Jězorca. – 5. in
					<placeName key="ed_tc4_lmy_tfb">Seidewinkel</placeName>: Herbske, Dołhe, Štuki,
				Hlinki, Wólšinske, Zahončki, Tři wosrjedki, Wumjeńki, Nowčanske ( = Nowołučanske). –
				6. in <placeName key="ed_iny_pmy_tfb">Bergen</placeName>: Załuž, Wumjeńki,
				Budychenc, Zahoncy, Hołki, Žerdźi, Zabrězniki, Łuhi, Tonidła, Panske, Poddubcy,
				Łučki, Załužki, Předewsno, Pjeńki, Wěrchowc. – 7. in <placeName key="ed_d5y_tmy_tfb">Neu-Wiese</placeName>: Předewsno, Łazy, Měry, Prošćinišća, Załužki, Dubrawki,
				Wjela, Šěroke, Stara Wjes, Zahuna, Pjeńki, Bjezrěki, Pasowki, pola Rězaka, při
				Delnim Załužku. – 8. in <placeName key="ed_qp5_xmy_tfb">Nardt</placeName>: Tružk,
				Rokoćina, Marijny studźeńk, Bližši studźeńk (vergl. Kullmann, Hoyerswerda). – 9. in
					<placeName key="ed_vnm_2ny_tfb">Michalken</placeName>: Brody, Wuhoń, Lada,
				Wjeŕšk, Swjećatko. – 10. in <placeName key="ed_i3g_4ny_tfb">Neida</placeName>:
				Wumjeńk, Čiže, Kudźołki, Dubiny, Deleńca. </p>
			<pb n=""/>
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    </text>
</TEI>