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				<title>Sorabistik</title>
				<title xml:lang="deu">Sorabistik</title>
				<title xml:lang="hsb">Sorabistika</title>
				<title xml:lang="dsb">Sorabistika</title>
				<title xml:lang="eng">Sorbian Studies</title>
				<author>
					<persName key="ed_ncj_t4m_23b">Scholze, Dietrich (1950-)</persName>
				</author>
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			<publicationStmt>
				<authority>Serbski institut, Budyšin</authority>
			</publicationStmt>
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				<bibl>Sorbisches Kulturlexikon / hrsg. von Franz Schön und Dietrich Scholze unter Mitarb. von Susanne Hose; Maria Mirtschin und Anja Pohontsch. - Bautzen: Domowina-Verlag, 2014. - 579 s.: il.</bibl>
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					<term key="Sorbenkunde">Sorbenkunde</term>
					<term key="Sprachwissenschaft">Sprachwissenschaft</term>
					<term key="Slawistik">Slawistik</term>
					<term key="Literaturwissenschaft">Literaturwissenschaft</term>
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					<term key="Wissenschaftsgeschichte">Wissenschaftsgeschichte</term>
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					<term key="Geschichtswissenschaft">Geschichtswissenschaft</term>
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			<abstract xml:lang="deu">
				<p>Wissenschaft von der Sprache, Literatur, Geschichte und Kultur der Sorben;
					Sorbenkunde; Teilbereich der Slawistik. </p>
			</abstract>
			<abstract xml:lang="hsb">
				<p>Wědomosć wo rěči, literaturje, stawiznach a kulturje Serbow; serbowěda; dźělny
					wobłuk slawistiki.</p>
			</abstract>
			<abstract xml:lang="dsb">
				<p>Wědomnosć wó rěcy, literaturje, stawiznach a kulturje Serbow; wěda wó Serbach;
					źělny wobłuk slawistiki.</p>
			</abstract>
			<abstract xml:lang="eng">
				<p>Science of the language, literature, history and culture of the Sorbs; Sorbian
					studies; part of Slavic studies.</p>
			</abstract>
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				<p>Als Teilbereich der Slawistik die Wissenschaft von der Sprache, <rs type="term"
						key="Literatur" ref="http://d-nb.info/gnd/4035964-5">Literatur</rs>,
					Geschichte und Kultur der <rs type="term" key="Sorben"
						ref="http://d-nb.info/gnd/4055619-0">Sorben</rs>; Sorbenkunde. </p>
				<p>Die Beschäftigung mit den materiellen und geistigen Lebensäußerungen des sorbischen Volkes
					reicht in Deutschland bis ins 16. Jh. zurück. Sie resultierte zunächst aus
					kirchenpolitischen Zielen sowie aus Erfordernissen der Volksbildung. Früheste
					sorbische Sprachübungen fanden um 1550 an der Universität <placeName
						key="ed_p3q_2vh_vhb">Frankfurt (Oder</placeName>) statt. Die Rivalität von
					Protestanten und Katholiken in der <placeName key="ed_e5l_q24_c3b"
						>Oberlausitz</placeName> bewirkte Ende des 17. Jh. erstmals eine Förderung
					religiösen Schrifttums durch die Landstände. Sorbische Geistliche beider
					Konfessionen begannen Teile der Bibel zu übersetzen und schrieben <rs
						type="term" key="Grammatik" ref="http://d-nb.info/gnd/4021806-5"
						>Grammatiken</rs> ihrer Muttersprache. Frühaufklärung und <rs type="term"
						key="Pietismus" ref="http://d-nb.info/gnd/4046049-6">Pietismus</rs> weckten
					das Interesse slawischer und deutscher Gelehrter am sorbischen Ethnikum. 1716
					wurde in <placeName key="ed_q3s_3h3_vhb">Leipzig</placeName> das Wendische
					Predigerkollegium gegründet (→ <rs type="term"
						key="Wendische Predigergesellschaft" ref="-">Wendische
						Predigergesellschaft</rs>), 1727 in <placeName key="ed_cfv_ys3_vhb"
						>Prag</placeName> das <rs type="term" key="Wendisches Seminar" ref="-"
						>Wendische Seminar</rs> eröffnet. Die 1774 in Leipzig bestätigte
					Gelehrtengesellschaft Societas Jablonoviana und die 1779 begründete <rs
						type="term" key="Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften" ref="-"
						>Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften</rs> unterstützten die
					Erforschung sorbischen Geschichte, Sprache, Sitten und Bräuche. In der
					Spätaufklärung dominierten Versuche einer historisch-vergleichenden Analyse der
					sorbischen Sprache(n).</p>
				<p>1838 gründeten sorbische und deutsche Studenten an der Universität Breslau auf Initiative
						<persName key="ed_mhc_jnv_vhb">Jan Arnošt Smolers</persName> den
					Akademischen Verein für lausitzische Geschichte und Sprache. <persName
						key="ed_lpj_4yx_vhb">Joachim Leopold Haupts</persName> und Smolers
					zweibändige „Volkslieder der Wenden in der Ober- und Nieder-Lausitz“ (1841/43)
					gelten als innovative Grundlegung des Fachs. Zur eigenständigen Wissenschaft in
					Deutschland wurde die Sorabistik im Rahmen der Slawistik, die in den 40er Jahren
					des 19. Jh. einen spürbaren Aufschwung nahm. Während diese sich auf Erforschung
					und Lehre der slawischen Sprachen und Kulturen des Auslands konzentrierte,
					richtete sich die Sorabistik – im Sinne einer Nationalphilologie – v. a. nach
					den Bedürfnissen der einheimischen sorbischen Bevölkerung. So kam es infolge der
						<rs type="term" key="nationale Wiedergeburt"
						ref="http://d-nb.info/gnd/4361398-6">nationalen Wiedergeburt</rs> im Vormärz
					zu einer Bündelung der sorbenkundlichen Aktivitäten. 1847 wurde in <placeName
						key="ed_xwx_lgh_vhb">Bautzen</placeName> die wissenschaftlich-kulturelle
					Gesellschaft <rs type="term" key="Maćica Serbska/Maśica Serbska" ref="-">Maćica
						Serbska</rs> gegründet, die bis zum Zweiten Weltkrieg das konzeptionelle und
					organisatorische Zentrum für Forschungen und Publikationen blieb. Nach dem
					Vorbild vergleichbarer west- und südslawischer Vereine, aber ohne staatliche
					Zuwendungen veröffentlichten die Mitglieder in der Halbjahresschrift „Časopis
					Maćicy Serbskeje“ (ČMS, 170 Hefte, 1848–1937) sowie in weiteren Editionen die
					Resultate individueller Arbeiten. 1843–1848 war der Sorbe <persName
						key="ed_ns2_5wx_vhb">Jan Pětr Jordan</persName> an der Universität Leipzig
					als unbesoldeter Lektor für slawische Sprachen tätig, wobei er das Sorbische
					einbezog; ab 1870 bot August Leskien dort sorabistische Vorlesungen an. 1866
					veröffentlichte <persName key="ed_wbl_5bl_d3b">Křesćan Bohuwěr Pful</persName>
					das erste umfassende obersorbisch-deutsche <rs type="term" key="Wörterbuch"
						ref="http://d-nb.info/gnd/4066724-8">Wörterbuch</rs>.</p>
				<p><graphic url="http://www.sorabicon.de/wp-content/uploads/2019/11/SKL-Sorabistik_01.jpg"/>Wissenschaftsgeschichte von Wilhelm Zeil, Domowina-Verlag 1996 </p>
				<p>„Mehr als andere Philologien für die betreffenden Völker besaß die Sorabistik für die Sorben
					eine nationalpädagogische, identitätsstiftende und bewusstseinsbildende
					Funktion“ (<persName key="ed_ubs_gdj_f3b">Wilhelm Zeil</persName>). Das Konzept
					der <rs type="term" key="Slawische Wechselseitigkeit" ref="-">slawischen
						Wechselseitigkeit</rs> gewann größere Bedeutung als die Kooperation
					deutscher Gelehrter mit einzelnen Forschern. Zur Zeit des Kaiserreichs, aus
					Sicht des Faches geprägt von dem Sprachforscher und Volkskundler <persName
						key="ed_dgv_mnv_vhb">Arnošt Muka</persName>, erlangte die Sorbenkunde noch
					keine Autonomie innerhalb der Slawistik. Nationalistische Kreise in Preußen wie
					in Sachsen versuchten die sorbische Sprache und Kultur zu marginalisieren.
					Engagierte Lehrer und Pfarrer leisteten den Hauptanteil sorabistischer Arbeiten.
					Gestützt durch die <rs type="term" key="Jungsorbische Bewegung" ref="-"
						>Jungsorbische Bewegung</rs>, schufen sie um 1900 die Basis für
					differenzierte Untersuchungen, wie sie seit der zweiten Hälfte des 20. Jh. das
					Profil bestimmen.</p>
				<p>Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die sorbische Philologie zu einem festen Bestandteil der
					Slawistik in Deutschland sowie in den jungen slawischen Nachbarstaaten Polen und
					Tschechoslowakei. Auf Initiative von <persName key="ed_syk_pz4_c3b">Matija
						Murko</persName> und <persName key="ed_ntn_zmj_d3b">Reinhold
						Trautmann</persName> bot die Leipziger Universität noch bis 1937
					Lehrveranstaltungen zum Sorbischen an. In Berlin förderte Universitätsprofessor
						<persName key="ed_lvg_pvx_vhb">Max Vasmer</persName> die sorabistische <rs
						type="term" key="Sprachwissenschaft" ref="-">Sprachwissenschaft</rs>, indem
					er 1932 der Preußischen Akademie der Wissenschaften den „Plan einer Forschung
					über die Sprache der Wenden in der Lausitz“ vorlegte. Einige seiner Schüler, so
						<persName key="ed_wf2_1st_23b">Hans Holm Bielfeldt</persName> und <persName
						key="ed_cy1_zhj_d3b">Pawoł Wirth</persName>, befassten sich mit sorbischer
					Sprachgeschichte und Sprachgeografie (→ <rs type="term" key="Dialektologie"
						ref="http://d-nb.info/gnd/4040728-7">Dialektologie</rs>). In Prag bestand ab
					1901 ein Sorbischlektorat, das <persName key="ed_t1n_vyx_vhb">Adolf
						Černý</persName> zwei Jahrzehnte führte. Ein Lehrstuhl für sorbische
					Sprache, Literatur und Kulturgeschichte wurde 1933 erstmals an der dortigen
					Karls-Universität eingerichtet, ihn übernahm der Sorabist <persName
						key="ed_fmy_kzx_vhb">Josef Páta</persName>. Zeitgleich untersuchten
					polnische Slawisten das Verhältnis von <rs type="term" key="Obersorbisch"
						ref="http://d-nb.info/gnd/4120294-6">Ober-</rs> und <rs type="term"
						key="Niedersorbisch" ref="http://d-nb.info/gnd/4120286-7"
						>Niedersorbisch</rs> sowie die Beziehungen beider zu den benachbarten
					slawischen Sprachen. In der <rs type="term" key="NS-Zeit" ref="-">NS-Zeit</rs>
					wurden objektive sorabistische Forschungen, die einer Stärkung der nationalen
					Identität und des öffentlichen Prestiges der Volksgruppe dienen sollten, als
					staatsfeindlich denunziert und weitgehend unterbunden. Mit dem Verbot jeglicher
					prosorbischer Betätigung wurden 1937 Archiv und <rs type="term"
						key="Bibliothek der Maćica Serbska" ref="-">Bibliothek der Maćica
						Serbska</rs> beschlagnahmt.</p>
				<p>Die Erneuerung der Sorabistik nach dem Zweiten Weltkrieg knüpfte an frühere
					Inhalte und Methoden an. In Ausführung des ersten <rs type="term"
						key="Sorbengesetze" ref="-">Sorbengesetzes</rs> wurde in Sachsen ab 1948 ein
					Netz von wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen aufgebaut, darunter
					1951 das Institut für sorbische Volksforschung in Bautzen (→ <rs type="term"
						key="Sorbisches Institut" ref="-">Sorbisches Institut</rs>) und das
					Sorbische Institut an der Universität Leipzig (→ <rs type="term"
						key="Institut für Sorabistik" ref="-">Institut für Sorabistik</rs>). Diese
					Strukturen waren später u. a. einer politisch-ideologischen Beeinflussung und
					Kontrolle durch staatliche Instanzen ausgesetzt. Gegenstand systematischer
					Tätigkeit der wissenschaftlichen Zentren waren akademische Forschung bzw. Lehre
					auf den Gebieten Sprache, Literatur, Geschichte, Kultur und Volkskunde der
					Sorben in beiden Lausitzen. Die auf Erweiterung angelegte Bautzener
					außeruniversitäre Einrichtung sollte sich sowohl der Grundlagen- wie der
					Praxisforschung widmen, wobei die Geschichte des Mittelalters und bestimmte
					Bereiche der Sprach- und Literaturwissenschaft zeitweilig dem
					Universitätsinstitut überlassen wurden; dieses verpflichtete sich zur Ausbildung
					des Nachwuchses für alle Fachrichtungen sowie von Lehrern für die
					allgemeinbildende <rs type="term" key="Schule"
						ref="http://d-nb.info/gnd/4053474-1">Schule</rs>. In den 1950er Jahren
					konzentrierte sich die professionelle Sorabistik auf monografische
					Fragestellungen; diverse Synthesen folgten meist in den Perioden danach.</p>
				<p><graphic url="http://www.sorabicon.de/wp-content/uploads/2019/11/SKL-Sorabistik_02-1.jpg"/>Lětopis, Zeitschrift für sorbische Sprache, Geschichte und
					Kultur, hg. vom Sorbischen Institut; Repro: Sorbische Zentralbibliothek am
					Sorbischen Institut</p>
				<p>In der DDR wurde Sorabistik traditionell als Komplex mehrerer geistes- bzw.
					gesellschaftswissenschaftlicher Disziplinen verstanden. Schon die 1946
					geschaffene Wissenschaftliche Abteilung der <rs type="term" key="Domowina"
						ref="-">Domowina</rs> knüpfte an Erfahrungen der Maćica Serbska an. Nach
					deren Auflösung wurden die Restbestände ihres Archivs und ihrer Bibliothek dem
					Forschungsinstitut zugeordnet (→ <rs type="term"
						key="Sorbische Zentralbibliothek" ref="-">Sorbische Zentralbibliothek</rs>,
					→ <rs type="term" key="Sorbisches Kulturarchiv" ref="-">Sorbisches
						Kulturarchiv</rs>), das seit 1952 die sorabistische Zeitschrift „Lětopis“ in
					drei (von 1986–1991 in vier) disziplinären Reihen, seit 1992 in zwei
					multidisziplinären Heften pro Jahr, herausgibt. Die Abteilungsstruktur erlaubte
					fachspezifische Vorhaben ebenso wie interdisziplinäre Projekte mit
					Langzeitcharakter, die das Institut ab 1952 innerhalb der Deutschen Akademie der
					Wissenschaften zu Berlin (Ost) (1972–1991 AdW der DDR) bearbeitete. Das
					Fächerspektrum wurde sukzessive verbreitert, etwa zugunsten von <rs type="term"
						key="Bevölkerungsstatistik" ref="http://d-nb.info/gnd/4006298-3"
						>Bevölkerungsstatistik</rs>, Ethnosoziologie oder Folkloristik.</p>
				<p>Das Bautzener Institut entfaltete eine umfangreiche wissenschaftliche Kooperation
					mit Slawisten in Ost-, z. T. auch Westeuropa (Prag, <placeName
						key="ed_tns_kdj_vhb">Warschau</placeName>, <placeName key="ed_prr_qr3_vhb"
						>Opole</placeName>, <placeName key="ed_yfl_tn3_vhb">Moskau</placeName>,
						<placeName key="ed_h2p_xm3_vhb">Lwiw</placeName>, <placeName
						key="ed_zdp_wr3_vhb">Oxford</placeName>, <placeName key="ed_vdz_1s3_vhb"
						>Paris</placeName>). Das Leipziger Universitätsinstitut begründete 1967 die
					Tradition der internationalen Sommerferienkurse für sorbische Sprache und Kultur
					(sieben Durchgänge bis 1982, seit 1992 alle zwei Jahre am Bautzener Institut).
					Beide Einrichtungen organisierten gemeinsam wegweisende Konferenzen zu Stand und
					Aufgaben der Sorabistik (Bautzen 1960, 1966), ihre Vertreter wirkten in
					Fachgremien wie dem Internationalen Slawistenkomitee.</p>
				<p>Nach der <rs type="term" key="politische Wende" ref="-">politischen Wende</rs>
					von 1989/90 veränderten sich die Rahmenbedingungen für die Sorabistik. Infolge
					der Abwicklung der DDR-Akademie wurde die außeruniversitäre
					Forschungseinrichtung zum 1.1.1992 in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins
					als <rs type="term" key="Sorbisches Institut" ref="-">Sorbisches
						Institut/Serbski institut</rs> in Bautzen fortgeführt, sie erhielt als
					Neuerung eine Arbeitsstelle in <placeName key="ed_oyh_pkh_vhb"
						>Cottbus</placeName>. Institutionell gefördert wird das Sorbische Institut
					seit 1993 durch die <rs type="term" key="Stiftung für das sorbische Volk"
						ref="-">Stiftung für das sorbische Volk</rs>. Auch das Institut für
					Sorabistik der Universität Leipzig konnte seine Selbstständigkeit nach 1990
					wahren, es konzentriert sich auf die Untersuchung und Vermittlung von ober- und
					und niedersorbischer Sprache und Literatur und bietet ein breites Spektrum von
					Studiengängen an. Auf der Basis von Gesetzen und Verträgen arbeiten Sachsen und
					Brandenburg in sorabistischer Forschung, Lehre und Weiterbildung zusammen. An
					einigen slawistischen Lehrstühlen der alten Bundesländer (z. B. <placeName
						key="ed_fbx_t13_vhb">Hamburg</placeName>, <placeName key="ed_ivm_zf3_vhb"
						>Konstanz</placeName>, <placeName key="ed_h1g_jv3_vhb"
						>Regensburg</placeName>, <placeName key="ed_vwg_zv3_vhb"
						>Saarbrücken</placeName>) genießt die Sorabistik unterdessen einen deutlich
					höheren Stellenwert als vor der deutschen Wiedervereinigung.</p>
				<p>Lit.: W. Zeil: Sorabistik in Deutschland. Eine wissenschaftsgeschichtliche Bilanz
					aus fünf Jahrhunderten, Bautzen 1996; D. Scholze: Sächsische Sorabistik im 20.
					Jahrhundert, in: Jahrbuch für Regionalgeschichte und Landeskunde der Sächsischen
					Akademie der Wissenschaften 21 (1997/98); Im Wettstreit der Werte. Sorbische
					Sprache, Kultur und Identität auf dem Weg ins 21. Jahrhundert, Hg. D. Scholze,
					Bautzen 2003.</p>
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